9. August 2013

Und Sehnsucht blieb uns – And there still is a longing in us

Gestern reisten die 36 TeilnehmerInnen des 20. Europäischen Bibeldialogs zurück in ihre Heimatländer: Russland, Schweden, Rumänien, Polen, Niederlande und Deutschland. Vier Tage haben wir uns mit der Sehnsucht beschäftigt, viele Anregungen voneinander erhalten, aber – Gott sei Dank – nicht alle Antworten auf unsere Fragen, so dass uns die Sehnsucht doch erhalten blieb. Hoffentlich auch die Sehnsucht nach einem Wiedersehen auf Schwanenwerder im nächsten Jahr.
Welches Thema dann dran ist? Da nehmen wir, das Leitungsteam und ich, gerne noch Ideen an.

Yesterday the participants in the 20th European Bible Dialogue returned to their home countries: Russia, Sweden, Romania, Poland, the Netherlands and Germany. For four days we contemplated on our longing. We found much inspiration in each other but - thank God for this - not all answers to all our questions, and so we still feel a longing in us.
I hope there is also a longing to return to Schwanenwerder next year. Which will be our topic then? The team and I will be happy for your ideas.

Kommentare:

  1. Die Tagung hat mir besser gefallen, als ich erhofft hatte. Das Thema hatte mir Bauchschmerzen bereitet. Hätte ich gewusst, dass ich einen Nachmittag lang als Lyrikerin selbst gefordert sein würde, hätte ich sicher gepasst. Naiverweise dachte ich, wir zerpflücken die Lyrik Anderer. So war ich froh, dass es Schritt für Schritt doch gelang.

    Ein Weg mit vielen Stationen
    Die Sehnsucht trägt mich in weite Ferne,
    immer suchend nach dem, was mich trägt.
    Was trägt mich? Weiss ich das eigentlich?
    Was ist das unbestimmte Gefühl
    der Suche nach dem Angekommensein?
    Die ewige Wunde, die nie verheilt?
    Ist das im Dieseits je zu finden?
    Fragen über Fragen ...

    Aber, es gibt einen Weg dorthin,
    einen Weg mit vielen Stationen:
    Eine Blume am Wegesrand,
    das Rauschen des Meeres,
    der Wind in meinen Haaren.
    Kleine Sehnsuchtsorte auf dem Weg
    zu dem einen ganz grossen Ort,
    wo alles Sehnen ein Ende hat.

    Hannelore Behrendt

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  2. Das war wieder einmal eine sehr schöne Tagung mit vielen anregenden Gesprächen. Gestimmt hat einfach alles: die Organisation, die Unterkunft, das Essen, die Natur, die Gäste, die Teilnehmer... Schade, dass die Zeit auf Schwanenwerder so schnell verfliegt...

    Liebe Tamara, könntest Du uns noch das gemeinsame Foto per E-Mail zuschicken, damit dieses schöne Erinnerungsbild auch in unseren privaten "Blogs" einen würdigen Platz findet? Und die Zeichnung von Alexander ist auch sehr schön! :-)

    Vielen Dank an die Evangelische Akademie und an das ganze Organisationsteam, aber auch an die zahlreichen Teilnehmer aus verschiedenen Teilen Deutschlands und der Welt!

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  3. Sergej (?) - ich bin nicht sicher, aber ja, ich schicke Dir das foto gerne auch zu - gerne auch Alexanders Zeichnung. Es war schön, Euch beide dabei zu haben. Lieben Gruß aus Berlin.
    Tamara

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  4. "Wo ist die Zeit geblieben?
    ...Vergangenes ist vergangen. Müßig, darüber nachzudenken, was gewesen wäre, wenn ich dies oder jenes anders gemacht hätte. Es hat alles seine bestimmt Zeit heißt es in der Bibel und jetzt und heute ruft uns Hesekiel zu: " So kehrt nun um von euren bösen Werken..."! Und die Musik von Liquid Soul ruft uns zu : "Die Reise geht weiter...!"
    Das biblische "Alles hat seine Zeit" erinnert mich an das, was CARPE DIEM meint: Genieße den Tag, pflücke diesen Tag. So wie einen Blume, die dir gefällt. Rieche daran, behandle sie kostbar wie einen Schatz. Dieser Tag kommt nicht wieder. Und am Abend? Hoffe darauf, dass morgen ein neuer Tag beginnt. Ein guter Tag, den es neu zu gestalten und genießen gilt. Hoffe darauf, auch wenn der vergangene Tag nicht gut genug geendet hat. Aber für heute gilt: Nicht gestern und nicht morgen - lebe jetzt und hier.
    Ich entdecke Gott als Kraftquelle und Kraftfeld, das mich berührt,
    als Geist, der mein Denken ergänzt
    und der mich mit anderen Augen sehen lässt, was mir in Fülle geschenkt ist."
    ....soweit aus einer der Morgenandachten aus diesen Tagen. Wir haben Musik gehört von Beate Gatscha und Gert Anklam "Die Reise geht weiter..." und haben gesungen aus "Morgenglanz der Ewigkeit". Überhaupt hat das gemeinsame Singen uns sehr begleitet und unser Sehnen beflügelt :
    "Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn,
    dir nah zu sein.
    Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst."
    In der Begegnung mit den biblischen Texten aus den Jesajabüchern und dem Lukasevangelium, ausgelegt und nahegebracht von Heinz Wöltjen/ Lemgo, haben wir Sternstunden erlebt. Nicht zuletzt durch die rege Beteiligung aller am Dialog Interessierten.
    Das Haus mit seinem ausgezeichneten individuellen Service und der Park haben es uns leicht gemacht, dass wir uns wieder wie auf dem Berg Tabor fühlen konnten.
    Der Gottesdienst fasst alles immer auf eine sehr bewegende Weise zusammen und der Abschied ist immer ein Reisesegen:"...halte Gott Dich fest in seiner Hand."
    "Die Reise geht weiter..." Besonders haben wir in diesem Jahr mit unserer Kollekte an den brandgschädigten Pfarrhof in Siebenbürgen gedacht, der uns seinerzeit so köstlich bewirtete.
    Ein Credo aus dem Gottesdienst als Gruß an alle, die sich besonders um die Berliner Bibelwochen, jetzt im Europäischen Bibeldialog verdient gemacht haben.
    "Wir glauben an Gott, unseren Schöpfer.
    Du bist für uns wie Mutter und Vater.
    Du hast mich aus Sehnsucht einmalig geschaffen.
    Du hast mir die Sehnsucht ins Herz gegeben, ein Leben lang.
    Wir preisen Himmel und Erde, deine reiche Schöpfung.
    Wir freuen uns am Licht des Morgens, an der Hitze des Tages, an der Kühle der Nacht. Das verpflichtet uns, deine Sehnscht zu bewahren.

    Wir galuben an Jesus Christus.
    Du bist für uns sehnsüchtiger Mensch geworden.
    Du bist für uns Quelle und Kraft, immer wieder neu geboren zu werden.

    Wir glauben an den Heiligen Geist.
    Du gibst uns Atem, damit wir leben.
    Du begleitest uns in den Tiefen und Höhen unseres Lebens.
    Du gibst uns Mut, uns zu erkennen und unsere Begabungen, Begrenzungen und Neigungen zu gestalten als Salz der Erde und Licht in der Welt.
    Das ist unsere Sehnscht. Amen

    Berlin, 16.8.2013, KD L. Ehmke

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  5. Danke für die schönen Worte, die viele gute Erinnerungen zurückgeholt haben. Bis Ende September keine Bibeldialoge. Und schon sehne ich mich nach den Begegnungen.

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  6. Ich danke Dir fuer die Texte der Bibelwoche und den Link zum Blog.
    Ich hatte Sehnsucht nach Euch, nach ein paar Tagen heiler Welt und vor allem, dass ich das Referat von Heinz W. lesen konnte, hat mich eingestimmt und einbezogen in das Thema.
    Ich habe mir das Foto und die Beitraege im Blog angesehen und mir gewuenscht, dabei gewesen zu sein.
    Ich danke fuer eure Anteilnahme an unserem Unglueck, vor allem aber fuer Fuerbitte und Gebet.
    Ich las auch von der Kollekte des Gottesdienstes, die ihr fuer diesen Schaden bestimmt habt und war sehr geruehrt.
    Es ist immer noch nicht klar, ob an den Gebaeuden noch was aufgebaut werden kann, oder ob alles abgetragen werden muss.
    Jedenfalls hat die Gemeinde den Pfarrhof mit saemtlichen Gebauden und beweglichen Guetern nicht versichert und wieder einmal am falschen Ende gespart. Unser privater Schaden ist gross, aber zum Heulen bringen mich dann kleine Sachen - wenn wir nach einem Nagel oder einem Hammer suchen und nichts mehr finden...
    Ich habe Sehnsucht nach einer besseren Welt, wann kommt die endlich?

    Bleibt behuetet und gegruesst
    eure
    H. M.

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  7. Als ich voriges Jahr in Berlin war, hat ich mich ein kleines Büchlein gekauft. Der Titel ist: Der Seelenvogel und der Autor: Michal Snunit. Die ersten Zeilen lauten:
    Tief, tief in uns wohnt die Seele
    Noch niemand hat sie gesehen,
    Aber jeder weiss dass es sie gibt.
    Und jeder weiss auch was in ihr ist.
    Ich kann sagen, dass ich daher jedes Jahr so gern in einer Bibelwoche bin, weil sie meiner Seele gut tut und ich bin so gern in dieser Bibelwoche, weil ich schon so viele Leute kenne. Auch der besonders schöne Ort am Wannsee und die Möglichkeit bis Mitternacht draussen zu sitzen und sich miteinander zu unterhalten, macht mir Freude. Dieses Mahl hatten wieder die Bibelstudien von Heinz Wöltjen mir sehr vieles gebracht und die Morgenandachten in der schöne Kapelle und auch die Bekanntschaft mit Nelly Sachs, weil ich gern Gedichte lese und noch nie von ihr gehört hatte und vieles interessantes Material bekommen habe, obwohl ich auch gern getanzt hätte oder ein Gemälde gemacht hätte. Ich habe auch herausgefunden, dass in die Holländische Sprache das Wort VERLANGEN doch die beste Übersetzung ist. Das Buch von Anselm Grün: Bleib deinen Träumen auf der Spur: Buch der Sehnsucht – ist ins Holländische übersetzt mit: BOEK VAN VERLANGEN. Musik und Gesang haben mich auch begeistert und über die Sehnsucht habe ich noch nicht ausgedacht. Vielen Dank aus Holland für alle Schönheit und Liebe. Pollyan

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