3. November 2014

Verleih uns Frieden gnädiglich - Grant Peace we pray

Der Abschied fällt immer schwer. Die Tagung "1914 und 2014. Alte und neue Kriege und der Frieden der Zukunft eröffnet" hat heute morgen nach einer sehr schönen Andacht mit Reisesegen geendet. Wir im Team wollten wieder einmal zu viel Information einbringen und haben nicht damit gerechnet, wie viele interessante Anregungen von den TeilnehmerInnen kommen würden, die alle viel mehr Zeit verdient hätten. So war das Ende dann recht gehetzt. Ich nehme viele neue Gedanken mit, habe viel gelernt über die Gedenkkultur und die Friedensgedanken in den Jahrzehnten und den Ländern Europas. Schmerzlich bewusst wurde uns im Team aber auch, wie sehr sich Europa - und die ganze welt - seit unseren ersten Planungen vor einem Jahr verändert hat. Das Gebet für den Frieden ist dringender geworden.

Parting is always hard. Our conference "1914 and 2014. Old and new wars and the peace that brings future" ended this morning after a beautiful morning prayer and travel blessing. Once more, the team tried to integrate too much information, not realizing how many inspiring contributions would be given by the participants. All of them would have deserved more time for discussion. And so our last evening was a bit hectic. I do take away a lot of new thoughts, I learned a lot about how the wars have been and are still commemorated in past decades, today and in the countries in Europe. We in the team also became painfully aware of how much Europe and the whole world have changes since we first planned to work on this topic. Our prayers for peace have become more urgent.

Kommentare:

  1. Haben Pazifisten schlechte Chancen?
    Wer vor der Landkarte des Bibeldialogs gestanden hat und ins Gespräch kommen wollte über Krisenherde, wurde nicht fertig. Wer über Friedensinitiativen sprechen wollte, schon erst recht nicht! Das möge uns zu denken geben und uns beflügeln, "den Frieden" zu tun, wo wir "ihm" begegnen.
    Die Tagungsleitung hatte Zettelchen gestreut und jede und jeder konnte frei auswählen, um damit etwas von sich preiszugeben zum Thema.
    Ich hatte "All we are saying is give peace a chance." von John Lennon. Ich erinnerte mich sofort an 1982, als ich als Student in Prag immer abends an der "John-Lennon-Gedächtnismauer mit Kerzen, Wein und Klampfe Leute treffen wollte, die genauso friedensbeseelt waren wie ich. Irgendwann waren wir nur noch weinselig und gingen nach Hause. Aber wir kamen jeden Abend wieder auf die Kleinseite hinter die Maltesische Botschaft und sagen zwischen den Kerzen und teilten den Wein. Flower power, die nicht mal die tschechischen Behörden interessierten, uns aber die Freiheit grenzenlos erscheinen ließ.
    Die Tagung als Begegnungstagung geplant, hatte reichlich Möglichkeiten, ins Gespräch zu kommen. Die Überfülle an Informationen aus allen Ländern der Teilnehmenden war mir fast zu viel. Dennoch war es notwendig, sich der Faktenfülle zu stellen und durch den persönlich vorgestellten Zugang zum Thema wurde schnell deutlich, wo die Einzelnen ihr Thema haben. Die geistlichen Einstiege ins Thema am Reformationstag und an Allerheiligen waren profunde vorbereitet und zeigten viel Weitsicht. Sehr beeindruckt hat mich ein Ehepaar, die reiche Erfahrungen einbrachten und abends eine (zu lange) Lesung " Bertha von Suttner" mitbrachten. Da war wieder dieses Gefühl: "Schlechte Zeiten für Pazifisten". Sonntag in der Dompredigt zu bester Tageszeit wurden jene auch mit einem Seitensatz "ins Abseits" gesetzt. Die vielen Friedenszeichen machen Mut, lösen die Probleme in den Krisenherden nicht sofort. Ohne wäre die Welt für mich deutlich trost-loser.
    Für eine möchte ich mich besonders bedanken:
    "Religionen auf dem Weg des Friedens" ( www.gewaltueberwinden.org ) Schreibt Friedenspostkarten statt Feldpostkarten. Auf dem Flyer sind 6 Friedensgebete unterschiedlicher Herkunft zusammengefasst und geben Raum und Möglichkeit des Nachsinnens.
    Einen zweiten Zettel hatte ich für mich aus dem Sammelsurium genommen, den ich nicht mehr vorlesen konnte. Die Zeit wurde wieder zum Schluss erst knapp.....
    Mahatma Ghandhi zugeschrieben: "Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."
    Vielen Dank allen, die sich zu dieser Begegnungstagung eingebracht haben. Dona nobis pacem.
    KD L. Ehmke, Berlin

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    1. Dem Aufruf schließe ich mich an. Habe auch ein paar der Postkarten mitgenommen und werde sie verschicken! In die USa, nach Russland, in die Ukraine und einem syrischen Teilnehmer am letzten Bibeldialog vor zwei Wochen...

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  2. Hallo, ich grüße alle aus Tschechien! Und bedanke mich noch herzlich für die guten Tage.Ich denke, es wäre nicht schlecht, auch während des Jahres sich gegenseitig ab und zu zu informieren, sich auszutauschen... Soeben habe ich die Petition für Abdanken unseres Präsidenten Miloš Zeman unterschrieben, der unwürdig auftritt, das Erbe von Václav Havel nicht achtet, keinen Wert auf Menschenrechte legt - siehe seinen Besuch in China... Ansonsten wiederhole ich die Einladung unserer Bürgervereinigung zur tschechisch-deutschen Begegnungswoche im Riesengebirge, wahrscheinlich in der zweiten Juliwoche. (Für alle Generationen!)
    Und wer die gute Geschichte von Josef Mühlberger lesen möchte, für die es leider keine Zeit mehr gab, dem schicke ich sie gern.
    Alles Gute! Eure Hana Jüptnerová (hana.juptnerova@centrum.cz)

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  3. Liebe Hana, Danke für den Kommentar. Als Du ihn eingestellt hast, war ich gerade in Wroclaw beim nächsten Bibeldialog, deshalb ist es mir nicht aufgefallen. Es wäre wirklich sehr schön, wenn wir die Kontakte, die wir auf den Tagugnen knüpfen am Leben erhalten können. Ich würde mich sehr freuen und ich würde die Geschichte von Josef Mühlberger gerne lesen! Den Veranstaltungshinweis, kannst Du mir auch zumailen mit ein paar Details und ich kann auf Facebook dafür werben. Es passt ja zu unseren Tagungen.
    Ich grüße herzlich
    Tamara
    PS Bitte antworte noch mal. ich möchte gere wissen, ob die Kommentarschreiber informiert werden, wenn ich antworte.

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