10. August 2018

Sprich nur ein Wort - Just say the word...

Am Donnerstag ging unser (sehr) sommerlicher Bibeldialog auf Schwanenwerder zu Ende. Die anhaltende Hitze hatte uns ein paar TeilnehmerInnen gekostet, aber die die gekommen waren, waren natürlich genau die Richtigen für unser Thema „Sprich nur ein Wort… so wird meine Seele gesund.“ Heilsam war nicht zuletzt der Umgang miteinander und die wunderbare Natur um das Tagungshaus herum. Thematisch find es anspruchsvoll an mit einem Einstieg von Dr. Vera Baronin von der Osten Sacken zu den vielfältigen perspektiven auf das Wort Gottes, die Bedeutung der Worte und der Sprache insgesamt. Unsere eigenen Gotteswörter, die uns begleiten, uns Kraft oder Trost geben ließen uns einander schon am ersten Abend näher kommen. In den Bibelarbeiten konnten wir uns weiter miteinander austauschen und erfuhren auch so manche Konkretisierung und Vertiefung dessen, was bei Einstieg in den Raum gestellt worden war. Die ganz unterschiedlichen Nachmittagsgruppen sollte wiederum Wege zum Thema betreten. Lyrik, Film und eigenes Erleben, und an einem der Nachmittage zum Thema „mehr als Worte“ erfuhren wir, wie aus Worten auch hilfreiche, heilsame Taten werden. Nur wenige Worte säumten ein abendliches Debussy-Konzert mit Vincent Julian Piot am Flügel und dem immer wieder einzigartigen Sonnenuntergang auf unserer glücklichen Insel. Das Team hat in dieser Zusammensetzung zum ersten Mal einen Bibeldialog geleitet und manch Umstand hat nicht nur leicht gemacht. Aus den Auswertungsbögen lese ich aber, dass es doch eine gute Tagung geworden ist – dank eines gut vorbereiteten Teams, einiger hilfreicher Mitwirkender unter den Teilnehmenden und nicht zuletzt dank einer Teilnehmer*innengruppe, die bei aller Vielfalt von Nation, Alter oder beruflichem Hintergrund achtsam miteinander umging und sich auch gegenüber den anfangs noch Fremden öffnen konnte. 

Thursday at noon, we ended our Bible Dialogue  on the Berlin peninsula Schwanenwerder. The lasting heat wave had cost us a few participants but those who did come were wonderful, kind and creative. Our topic was the healing quality of words, God's words in particular but often enough God uses human tongues to speak to us. We started with a lecture on the many perspectives on the word of God as well as on word, on human language per se. And our own, chosen or given special bible words opened a path to get to know each other on a very personal level. Bible study and different approaches - by film, poetry or biographical exchange, we went deeper into our topic. and one afternoon was devoted to a special project that goes further, letting words become actions. A highlight was certainly the piano concert of Debussy music, which needed no words and yet spoke to us, as we watched the magnificent sunset on our happy island. despite some obstacles on the, our new team - with excellent preparation and the mindful and creative group of participants made for a very good experience and an atmosphere were even strangers could open up before another.

Kommentare:

  1. Es war für mich die schönste Bibelwoche von drei, an denen ich mir bis jetzt beteiligt habe. Gelassene Atmosphäre, biblische Dialoge, inspirierende Filme, Andacht im Berliner Dom, Liegesessel am See, wo man im Schatten die Beine ausstrecken konnte, liebevolle Begegnungen mit Menschen, Leckereien aus der lokalen Küche, Chagals Bilder zu denen man persönliche Bibelverse anpassen sollte,vertrauensvolle Gespräche, die sich mit Gebet abschlossen - das alles führte zur gelungenen Zeit geistlicher und körperlicher Erholung. Für mich war das besonders zu schätzen nach einem anstrengenden Arbeitsjahr in der Schule mit vielen Herausforderungen verbunden mit dem angefangenen Theologiestudium.

    Ich bin sehr dankbar dem Team für das gut ausgedachte Programm und dem Gott, dass Er mich nach Schwanenwerder wieder geleitet hat. Meine Seele konnte sich in dieser Woche wirklich bummeln lassen:)
    Danke für diese heilsame und erholsame Zeit!
    Liebe Grüße aus Oława!

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    1. Der Kommentar steht im Blog! Hat also alles geklappt. Danke. es war schön, Dich auch dabei zuhaben. Nicht zum letzten mal hoffe ich.

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  2. Das war in der Tat eine sehr besondere Begegnungstagung, auch wenn alle Bibelwochen und Europäischen Bibeldialoge, wie sie jetzt heißen, besonders sind. Einfach auch deshalb, weil so viele verschiedene Menschen sich für fast fünf Tage um ein Thema scharren, das ausgestaltet wird durch Vorbereitung und Mitmachen vor Ort. Im Abschlussgottesdienst waren die Bibellesungen in englisch, niederländisch, tschechisch, polnisch, rumänisch, wendisch und deutsch. Das hat mich sehr angerührt. Die Impulspredigt war ein Labyrinth aus Wörtern, die mich hin und her wiegen lassen. Ich hörte sie anders als sonst. Überhaupt; das Hören kann anders werden, wenn man weniger redet. Durch eine besondere Fügung habe ich an einem Vormittag die Lebensgeschichte eines über 90jährigen Mannes gehört. Ich hatte nur gesagt: "Ja, ich höre Ihnen zu...." Auf ein Wort hin, fasste der Mann Vertrauen und erzählte mir sein Leben. Danach zog ich mich zur stillen Andacht um 12:00 Uhr zurück. Als ich zurück kam, lag ein Zettel auf meinen Tisch: "Alles Gut"! (Der fehlende Buchstabe fiel mir erst später auf.) Zum Abendkonzert hatte sich Vincent J. Piot Hesseverse gewünscht, zum Waldgarten, zur Insel, zum See, zum Sonnenuntergang ..... Daraus wurden "Sensible Wege" von Reiner Kunze und "Ebene" von Johannes Bobrowski sowie Eichendorfs "Waldeinsamkeit". Alles wird oft anders, als wir es ersinnen und dennoch beten wir: "Sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund....." Dann feiern wir mit den Menschen vor Ort, die die weite Anreise aus Canada oder Rumänien nicht gescheut hatten. Dafür besonders DANKe. Tamara Hahn ist eine hervorragende Planerin, Managerin und hat mit diesem Tagungshaus beste Voraussetzungen, dass solche Tagungen immer wieder ein Erlebnis und eine Herausforderung bleiben. "FEIERN DIE WÖRTER" (v.Lothar Zenetti) Das Wort Hoffnung und das Wort Vertrauen das Wort Dankbarkeit und das Wort Treue Freiheit nenne ich und das Wort Mut auch Gerechtigkeit und das große Wort Frieden und was wir Glück nennen Glückseeligkeit die unbegreifliche Gnade und das leise Wort Geduld und das Wort Erbarmen ja davon lebe ich
    Das Wort Mutter und das Wort Brot Kind sage ich mein Vater mein Freund und Freundlichkeit und Geborgensein Meer sage ich und Baum und Himmel Wolke und Siebenarmiger Leuchter Traum sage ich und Nacht meine Schwester ich nenne die Liebe und das zärtliche Wort Du
    Feiern will ich die Wörter von denen wir leben Berlin, 10.08.2018 KD L.Ehmke

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    1. Immer wieder ein gewinn, Deine Kommentare zu lesen. Ich erinnere dieselbe tagung dann noch einmal anders und meist noch schöner. Danke. Tamara

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  3. Haiku 5-7-5

    WESPE STICHT, HUND BEIßT
    MOTTO DER TAGUNG WAR WOHL:
    TIERE SCHLAGEN ZU

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  4. Liebe Angela, danke,d ass Du die diversen Attacken lyrisch nehmen kannst. Es war wudnerbar, die wieder bei den Haikus dabei zu haben. wenn jemand freiwillig das zweite mal in die Lyrikwerkstatt kommt, bin ich gleich viel entspannter. :-) ich hoffe, das bein hat alles gut überstanden. Liebe Grüße aus dem inzwischen erträglich warmen Berlin. Tamara

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    1. Liebe Tamara, einen späten Dank für deine lieben Worte!
      Die Tagung - und da besonders deine Haiku-Gruppe - wirkt in jeder Hinsicht positiv nach, hoffentlich auch bei DIR:

      LÄNGST SCHON ANDERSWO
      BLICKST DU IMMER AUCH ZURÜCK
      HALB PFLICHT HALB FREUDE

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