Was wird am Karsamstag gefeiert?
Der Karsamstag ist ein Tag der Stille und des Wartens. Als
Fest ist er weniger bekannt, doch theologisch bedeutend: Er erinnert an die
Grabesruhe Jesu – zwischen Tod und Auferstehung, zwischen Hoffnung und Zweifel.
An diesem Tag – auch „stiller Samstag“ genannt – läuten in der Regel
keine Glocken. Falls am Abend ein Gottesdienst gefeiert wird, ertönt nur eine
einzelne Glocke.
Im Berliner Dom z.B. 22.00 – 23.30 Uhr feiern wir die
Heilige Osternacht mit Tauferinnerung und Abendmahl, auch wieder als
Live-Übertragung auf https://www.berlinerdom.de/live. Mit Dompredigerin Christiane Münker, Domprediger
Stefan Scholpp, den Berliner Dombläsern und Domorganist Andreas Sieling. Den
Weg nach Ostern haben wir fast geschafft.
Und morgen ist Ostern! Warum ist Ostern das wichtigste
Fest?
Ostern
feiert die Auferstehung Jesu von den Toten. Das Fest steht für neues Leben,
Hoffnung und den Sieg des Lebens über den Tod – im Zentrum des christlichen
Glaubens.
Am späten Abend des Karsamstag oder den frühen Morgenstunden
des Ostersonntag feiern Christinnen und Christen die Osternacht, denn nach den
biblischen Berichten ist Jesus in der Nacht auferstanden und die Frauen fanden
am frühen Morgen das leere Grab vor. Wird der Gottesdienst am Abend gefeiert,
kann die Auferstehung durch Kerzenlicht symbolisiert werden; feiert man in den
Morgen hinein, wird es von selbst hell. In jedem Fall ist der Übergang vom
Licht zum Dunkel ein eindrucksvolles Symbol für die Auferstehung Christi. Das
Leben ist stärker als der Tod; Gott überlässt die Menschen nicht sich
selbst; die Welt bekommt eine neue Perspektive: In dieser hoffnungsvollen
Botschaft liegt die Bedeutung von Ostern.
Der Ostersonntag ist in allen christlichen
Konfessionen ein Freudenfest und Höhepunkt des Kirchenjahrs. Entsprechend
festlich wird er begangen: Alle läutbaren Glocken erklingen gemeinsam, das
liturgische Schwarz der Karwoche ist abgelöst von festlichem Weiß, Kerzen
leuchten, es wird gesungen und häufig auch musiziert.M it Ostern endet die siebenwöchige Passions- und
Fastenzeit. Zur Feier des Tages gibt es daher nach dem Gottesdienst in
vielen Gemeinden ein Osterfrühstück. Auch wenn die Ostereier nicht unbedingt
aus der christlichen Tradition stammen, lassen sie sich doch als Symbol für das
Leben und die Unendlichkeit deuten.
Und morgen um dann auf jeden Fall in die Kirche, z.B. den Berliner
Dom, der für besonders festliche Gottesdienste einfach perfekt ist. Aber alle
christlichen Gemeinden werden morgen besonders frohe Festgottesdienste feiern.
Im Dom gibt es aber wieder eine Live-Übertragung auf https://www.berlinerdom.de/live, denn es gibt viele, die sich auch an diesem Freudentag
nicht aufmachen können.
Im Dom predigt am Ostersonntag Bischof Dr. Christian Stäblein und es singt
der Staats- und Domchor Berlin. Und natürlich hören wir Domorganist Andreas
Sieling an der wirklich großen Sauerorgel. Für englisch-verstehende Gäste gibt
es auch eine Übersetzung des ganzen Gottesdienstes in einer der Logen, aber die Osterfreude
braucht eigentlich keine Worte.
Ehe ich es vergesse: Auch am Ostermontag von 10.00 – 11.30
Uhr wird noch einmal festlich Gottesdienst mit Abendmahl gefeiert, auch live übertragen
auf https://www.berlinerdom.de/live
Bis dahin aber Ihnen/Euch allen gesegnete Ostertage!
Eure/Ihre Tamara