10. Oktober 2026

Europäische Bibeldialoge - online

Wie gestern versprochen heute ein Überblick zu unseren Online-Veranstaltungen.

Gestern und Vorgestern hatten wir zwei sehr eindrucksvolle Abende mit Rabbiner Walter Rothschild und dem evangelischen Theologen Holger Schmidtke. Und nein, wir haben das nicht aufgezeichnet und es wird also auch nicht in der Mediathek erscheinen, denn oft schwindet die Spontaneität wenn Menschen wissen, sie werden aufgezeichnet. Dass es keine dummen Fragen gibt, erfährt man ja nur, wenn man eine Frage stellt. Auch und gerade im jüdisch-christlichen Dialog gibt es jede Menge Vermutungen anstelle echten Wissens, und so ist es gut, diese beiden Theologen alles fragen zu können. So verfahren die Situation in Israel und Palästina auch ist, es ist Wichtung zu begreifen, was die zunehmende Judenfeindlichkeit in unserem Land mit unseren jüdischen Mitbürger:innen macht und was der Staat Israel für sie bedeutet. Unser Thema war die Auserwählung, also der Bund Gottes mit ... ja mit wem eigentlich und mit wem nicht? 

Wir planen weitere Abende mit Holger und Walter in 2027.

Online gab es natürlich fast jeden Monat einen Abend mit dem Motto "Frag doch mal" zu aktuellen Glaubensfragen und damit dieser Post nicht wieder so lang wird wie der gestern nur noch die herzliche Einladung für kommenden Montag: Weisheit, Gefährtin Gottes – Evangelische Akademie zu Berlin.Wer von dieser Reihe - wieder mit Holger Schmidtke noch nichts weiß: nach einem meist kurzen Impuls geht es schnell ins Fragen und Diskutieren mit den Teilnehmer:innen. Insgesamt von 18:30 bis 20:30 Uhr.   Bis Montagmittag kann man sich noch anmelden, um den Zoomlink zu bekommen. 

Nächste Woche will ich weiter posten. Auch zu weiteren Online-Abenden, denn obwohl die Bibeldialoge eigentlich ihrem Ende entgegengehen, haben wir auch noch ein paar neue Projekte begonnen. Dazu aber nächste Woche mehr. 

Ach ja, ehe ich es vergesse: Wer morgen ab 10 Uhr den Online-Gottesdienst im Berliner erleben möchte: Gottesdienstübertragung aus dem Berliner Dom | Berliner Dom

Alles Leserinnen und Lesern ein gesegnetes Wochenende

Eure/Ihre Tamara




9. Oktober 2026

Europäische Bibeldialoge - gibt es noch

Guten Morgen - nach langem Schweigen.

Entweder es ist gerade mal ruhig bei mir im Bibeldialogsbüro - dann habe ich nicht viel zu erzählen, was nicht auch auf der Website der Evangelischen Akademie zu finden wäre, oder es ist richtig was zu tun, dann komme ich nicht zum Bloggen.

Dabei war ja seit Mai richtig viel los.

Neben den online-Abenden - zu denen komme ich morgen noch - waren wir an etlichen Orten auf ganz präsent mit Bibeldialogen.

 vom 3.-6. Juli 2026 waren wir gleichzeitig mit zwei Bibeldialogen in Lutherstand Wittenberg. Beide Tagungen wollen wir in 2027 dort wieder veranstalten, weil es in der Stadt und in der Leucorea wirklich  schön war. Und Wittenberg ist immer auch eine zusätzliche Arbeitseinheit, wie ein besonders immersiver Vortrag.

Schon bald danach, vom 15.-19. Juli waren die Bibeldialoge dann mal wieder in Siebenbürgen, genauer im Elimheim in Cisnădioara/Michelsberg. Und auch da wollen wir in 2027 wieder hin - weil es dort schön ist, aber auch wegen der guten, lieben Freunde und Freundinnen, die wir dort über die Jahre kennenlernen durften. Wir sind dort zu Gast bei der im Lande gebliebenen deutschen Minderheit.

Danach hätte ich ja endlich Zeit gehabt, zu bloggen, habe aber lieber Urlaub gemacht und das Edinburgh Fringe Festival in vollen Zügen (bzw. vollen Straßen) genossen. 

Vom 27. bis 31. August waren die Bibeldialoge dann in Wroclaw/Breslau. So entspannt und theatererfüllt hatte ich nicht aufgepasst und so war dieser Bibeldialog aus allen Nähten geplatzt und nicht immer haben wir uns ausreichend methodisch auf die viel größere Gruppe eingestellt. Dennoch kam auch hier so viel positives Feedback (neben konstruktiver Kritik)  bei uns an, dass wir nächstes auch wieder dort tagen wollen. 

Und es kommen dieses Jahr noch zwei Bibeldialoge, die wir sogar in Berlin veranstalten werden. Bei beiden ist auch noch ein bisschen Platz.

Nur noch ein Zimmer ist frei beim internationalen Jugendworkshop "Kein Recht auf Gehorsam!" für junge Menschen ab 16 Jahren. Mehr Plätze höchstens für Berliner:innen, denn wir haben nicht genug Zimmer bekommen. Dafür ist die Teilnahme ohne Zimmer immerhin  gratis. 

Und im Berliner Dom - wohl auch eher nur was für Berliner:innen, da man für 2 Stunden ja nicht weit reisen will - etwas zu gewaltfreier Kommunikation als Möglichkeit, Räume zu gestalten: Räume öffnen – Evangelische Akademie zu Berlin

So, das war ein langer Post. Morgen geht es weiter mit Online-Bibeldialogen.

Es grüßt Euch/Sie
Tamara

20. Mai 2026

Predigt zum Buch Ester (Teil 3)

Heute der letzte Teil von Elkes Predigt. Elke ist Prädikantin in Lemgo und ich bin ihr sehr dankbar für ihre Predigten, nicht nur für den Blog. 

"Unsere schöne Esher, trauernd über jüdische verlorene Feiertage, die im Exil natürlich nicht gefeiert werden durften. Inmitten der Götzenbilder der anderen hat sie den vertrauten Psalm nicht vergessen. Sehnt der mächtige König sie herbei, weil er plötzlich die Nähe ihres und nachösterlich unseres Gottes spürt? Die jungen Männer aus dem eigenen Volk dichten ihr zur Freude Lieder und schnitzen sie in die Haremssäulen. Leider auch alles Judenprogrom? Doch plötzlich ist er da, unser Gott, ungenannt, aber spürbar und doch kaum vorstellbar. Und meist nicht zu erahnen, was er alles bewirken kann und wird.  
Gibt Mordechai Esther seine Überzeugung zu verstehen, dass hinter dem Geschehen das verborgene Handeln Gottes liegt? Ja, Gott steht zu seinem Volk und plant entgegen allem Unrecht schon den Heilsweg, auch die Befreiung aus dem Exil. Ist vielleicht auch Esthers Aufstieg zur Königin ein von Gott gelenkter, wichtiger Schritt zur Rettung des jüdischen Volkes vor seinen Feinden?                                       

Dann bedarf es aber Esthers scheinbar verrückten Entscheidung, Gott bedingungslos zu vertrauen.  
Die Frage ist, wie das Rettungshandeln Gottes in der Geschichte und in jeder unserer Geschichten Raum greifen kann. Ich persönlich musste mich schmerzhaft Auseinandersetzen mit erlittenem Unrecht und mühsam annähern an mögliche Vergebung. Oft mit dem lauten Ruf: Gott warum und wo bist du? Leise + zögernd bete ich mit Worten D. Bonhoeffers: Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will.    Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.                                                                                        

Alle Dinge Gott? Wie schwer das ist, haben uns gestern Teilnehmer des Bibelgesprächsfrühstücks betroffen erzählten. Esthers Kraft, die Nähe des nicht geliebten Königs zuzulassen, finde ich beachtlich. Ebenso ihren Mut, nach Mordechais Warnung den König vor dem bevorstehenden Attentat zu warnen.                                                                  
Und es bleibt mein Groll, mein Zweifel und meine drängende Frage an Gott: wieviel Opfer, nicht zuletzt  das deines geliebten Sohnes, kostet es zu welchem Preis?                                                                                                                                                                                            
Wer jetzt grübelt und verwirrt ist: spätestens jetzt nachlesen im Buch Ester in der Bibel:
https://www.die-bibel.de/ressourcen/bibelkunde/bibelkunde-at/ester-est

Danke, liebe Elke!

 



19. Mai 2026

Predigt zum Buch Esther (Teil 2)

 Heute der zweite Teil von Elkes Predigt: 

Klingt das Folgende nun endlich wie ein Märchen aus 1001 Nacht? „Schließlich war Esther an der Reihe. Sie wollte nichts mitnehmen, außer wozu ihr die Aufsicht, ein Verwandter, geraten hatte. Nun gewann Esther die Zuneigung aller, die sie sahen. Als Esther in den Palast geholt wurde, regierte der König bereits sieben Jahre“. Und klar - märchenhaft entwickelte er eine Vorliebe für sie. „Er liebte sie mehr als alle anderen Jungfrauen und sie gewann seine Zuneigung. Daher setzte er Esther die Krone auf und machte sie so zur Königin. Er gab ein großes Fest ihr zu Ehren für seine hohen Beamten und Diener. Für die Provinzen gewährte er Steuererlass.  Und er verteilte Geschenke, wie es für einen König üblich war“.

Eine Frage der Schönheit! Liebe Gemeinde, wer legt die Definition für Schönheit fest? Misswahlen heutzutage haben keine Vorbereitung im Harem, wohl aber zumeist ungesunde Ernährung, ein festgelegtes Erscheinungsbild und etliches wohl nicht besonders erstrebenwertes. Magersucht z. B. ist lebensgefährlich. Tonnenweise Creme und Kosmetika, dafür sterben Tiere.

Innere Schönheit, also die Liebe zum anderen, die, nach außen, strahlende Zufriedenheit, das sich von Gott geliebt wissen, ein versöhntes Leben trotz aller Schwierigkeiten - wo steht das auf welcher Skala? Und Jungfrauen, weshalb eigentlich? Zur weiteren Schönheitspflege für die Frau äußere ich mich lieber erst gar nicht. Deshalb sagte ich zu Anfang: fast ein Märchen aus 1001 Nacht.

Heute brutale zunehmende Wirklichkeit: Missbrauchsverbrechen in öffentlichen Institutionen, auch in Kirche, im prominennten Umfeld, in der Politik und auch in mancher Familie. Gottlob - landauf und landab heute bekannt, benannt und bestraft. Natürlich darf sich jedes Mädchen, jede Frau schön machen. Sexualität ist von Gott geschenkt und ohne schlechtes Gewissen zu genießen. Aber bitte nicht gottlos und ohne Verantwortung dem anderen gegenüber, schon gar nicht mit Abhängigen, erst recht nicht mit zu jungen Mädchen oder gar Kindern. Sonst wird aus einem Märchen aus 1001 Nacht die Verzweiflung unzähliger Opfer mit lebenslanger Verletzung. Gesetzgeber, Mensch und Gott, schaut genau hin.

Weshalb erzählt die Bibel die Esthergeschichte und erwähnt unseren Gott im ganzen Kapitel kein einziges Mal mit Namen? Vielleicht hilft uns ein Gedicht von der Jüdin Else Lasker Schüler:

Esther ist schlank wie die Feldpalme, 
nach ihren Lippen duften die Weizenhalme 
und die Feiertage, die in Juda fallen.

Nachts ruht ihr Herz auf einem Psalme, 
die Götzen lauschen in den Hallen.

Der König lächelt ihrem Nahen entgegen – 
denn überall blickt Gott auf Esther.

Die jungen Juden dichten Lieder an die Schwester, 
die sie in Säulen ihres Vorraums prägen.

Unsere schöne Esher, trauernd über jüdische verlorene Feiertage, die im Exil natürlich nicht gefeiert werden durften. Inmitten der Götzenbilder der anderen hat sie den vertrauten Psalm nicht vergessen. Sehnt der mächtige König sie herbei, weil er plötzlich die Nähe ihres und nachösterlich unseres Gottes spürt? Die jungen Männer aus dem eigenen Volk dichten ihr zur Freude Lieder und schnitzen sie in die Haremssäulen. Leider auch alles Judenprogrom? Doch plötzlich ist er da, unser Gott, ungenannt, aber spürbar und doch kaum vorstellbar. Und meist nicht zu erahnen, was er alles bewirken kann und wird.  

Morgen der Abschluss.

                                       

18. Mai 2026

Predigt zum Buch Esther (Teil 1)

Schon wieder ist ein Monat um und ich habe die meisten Blog-Versprechen nicht gehalten. Im April war aber auch viel los und dann Himmelfahrt und nächste Woche ist schon wieder Pfingsten. Aber dazu mehr am Donnerstag. 

Ich hätte längst berichten sollen von unserer Frauentagung: Wissen Wagen, einer Begegnung mit feministischer Theologie.  Aber verpasst ist verpasst. Heute, und bis Mittwoch erstmal wieder eine Predigt  von Elke aus Lemgo in 3 Teilen. Man kann hier auch ganz gut nachvollziehen, warum es sinnvoll sein könnte, die Bibel auch mit einem feministischen Blick zu betrachten: Das Buch Ester... ist "fast, aber nur fast, ein Märchen aus 1001 Nacht. Der König braucht eine neue Frau. Zuvor hatte er seine Königin Waschti davongejagt, als diese sich weigerte in voller Schönheit zu glänzen. In voller Schönheit, das bedeutete nichts anderes als nackt, nur mit einem funkelnden Diadem im Haar. So sollte sie sich dem König, seinem Hof und dem ganzen Volk präsentieren. Ich mag mir die Geräuschkulisse kaum vorstellen. Waschti weigerte sich. Damit kratze sie am Selbstverständnis des Hofes genauso wie am damaligen Frauenbild. Das durfte keinesfalls Schule machen. Also musste Waschti ersetzt werden. 
Was nun folgt, ist auch nicht märchenhaft. Bedienstete des Königs suchen in allen 127 Provinzen des Reiches, von Indien bis Ägypten, nach hübschen Jungfrauen. In der Stadt SUSA, dem Königssitz, sollten diese in den Harem des Palastes zur Schönheitspflege einziehen. Jungfrauen, junge unerfahrene Frauen, umgeben von Frauen, die für sie sorgen. Einflussreiche Männer, Eunuchen, führten an orientalischen Höfen im Harem die Aufsicht. Also kein ausschließlicher Frauenwohnort. Eifersüchteleien, Konkurrenz und Machtspielchen, vielleicht noch weit Schlimmeres, für meine Ohren vorprogrammiert. Sollte ein guter König nicht fürsorglich für sein Volk, egal ob Mann, Frau oder Kind sorgen? Gottlos und keinesfalls märchenhaft - so ein Palastleben.     

Und Folgerichtig, das Mädchen, welches dem König am besten gefiel, sollte neue Königin werden.   
Esther, die junge jüdische Waise und ihr Adoptivvater Mordechai, ihr Cousin, lebten in der Diaspora. Mordechai sogar in der Festung des Palastes zu Susa, demzufolge wohl Palastangestellter. Nach dem Tod von Esthers Eltern kümmerte er sich verantwortungsvoll um seine Nichte. Nun war sie zu einem jungen hübschen Mädchen mit guter Figur herangewachsen. Und Königsersuchen landauf und landab. Viele Mädchen zogen in den Harem der Festung ein, natürlich unter Aufsicht gestellt. So auch Esther. Diese fiel einem Aufseher auf. „Er entwickelte eine Vorliebe für sie und sorgte dafür, dass sie gutes Essen und eine besondere Schönheitspflege bekam. Außerdem stellte er ihr sieben Mädchen zur Seite, die er aus dem Haushalt des Königs auswählte. Er ließ sie alle zusammen im schönsten Raum wohnen, den es im Harem gab“. 

Mordechai sorgte sich. Er hatte Esther weitsichtig geraten, ihre jüdische Identität nicht preiszugeben. Täglich schaute er vorbei, weil er wissen wollte, was man mit ihr machte. Welche Beziehung er zu Gott pflegte, bleibt ungesagt, ist aber zu erahnen. Und Gottes Weitsicht, auch unter schlechten Bedingungen im Exil, wie die Treue zu seinem Volk deuten sich durchaus an.  

Der Countdown zur Königinnenwahl läuft. Ein junges Mädchen nach dem anderen war an der Reihe, zum König hineinzugehen. Ein Jahr dauerte die Vorbereitung für jede Frau. Ausgiebige Schönheitspflege vorgeschrieben: 12 Monate eine Behandlung mit Öl und Balsam. Dazu kamen noch weitere Schönheitsmittel für Frauen. Dann erst durften die Mädchen zum König hineingehen. 


Kritische Fragen: 
Meint weitere Schönheitsmittel für Frauen „niemals Widerspruch gegen den Hof + Männergesellschaft? „Sie durften zum König gehen“, gleichzusetzen mit „sie mussten sich ihm ungefragt hingen?“                    
Was erleben und fühlen die Mädchen in dieser sogenannten Vorbereitungszeit? Welche Erwartungen oder Ängste haben sie so fern von allem Vertrauten?                                                                                                                       
 Darüber lesen Sie dann morgen  hier mehr.                                                                                                    

11. April 2026

Gottesdienst online und mehr im Berliner Dom

*** If you wish to read this post in English, please let me know: hahn@eaberlin.de.

Auf die sommerlichen Bibeldialoge müssen noch eine Weile warten, aber in den Berliner Dom können wir gleich morgen gehen – in Berlin oder digital. Und wer gerade in Berlin ist, kann schon heute von 18.00 – 19.00 Uhr im Berliner Dom die Stunde der Dommusik genießen, diesmal wieder als Choral Evensong nach anglikanischer Tradition mit dem English Choir Berlin

Am Sonntag dann wie gewohnt ab 10 Uhr der Gottesdienst mit Abendmahl auch  als Live-Übertragung auf https://www.berlinerdom.de/live. Es ist der Sonntag „Quasimodogeniti“

Was bedeutet Quasimodogeniti? Der lateinische Begriff stammt vom Eröffnungsgesang des ersten Sonntags nach Ostern, Quasi modo geniti infantes („Wie neugeborene Kinder“). Dieser Sonntag (Weißer Sonntag) symbolisiert das neue Leben durch die Auferstehung

Es predigt zu Gast der Landesbischof Dr. Oliver Schuegraf der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe. Durch die Liturgie führt uns Dompredigerin Christiane Münker.

Und wer wie ich nicht genau zu 10 Uhr live mit-streamen kann, findet die Gottesdienste auch noch später in der Mediathek des Berliner Doms.

Euch/Ihnen allen ein gesegnetes Wochenende

Ihre/Eure Tamara

10. April 2026

Mut und Versöhnung | Begegnungen mit der Bibel und mit Breslau

Wie kann Versöhnung wachsen – zwischen Menschen, zwischen Völkern und in uns selbst? Diese Begegnungstagung führt nach Breslau und Kreisau zu Orten der Erinnerung an die Shoah. Dialog, Geschichte und Glaube wirken zusammen, um Versöhnung heute aktiv zu gestalten.

Diese Tagung lädt ein, Geschichte nicht nur zu erinnern, sondern ihr im Heute zu begegnen – mutig, hoffnungsvoll und mit dem Ziel der Versöhnung. Im Blick auf die Shoah, auf die europäische Verantwortung für den Frieden und auf aktuelle Herausforderungen in den einzelnen Ländern Europas verstehen wir Versöhnung dabei als einen fortdauernden Prozess.

Gemeinsam mit polnischen und deutschen Gesprächspartner*innen erkunden wir bedeutende Erinnerungsorte in Breslau: die Synagoge zum Weißen Storch im “Viertel der gegenseitigen Achtung”, den Jüdischen Friedhof und den Platz der Versöhnung. In Kreisau setzen wir uns mit den Hoffnungen und Plänen des Kreisauer Kreises für einen Neuanfang nach dem NS-Terror auseinander. In der Ausstellung „Mut und Versöhnung“ folgen wir den Spuren der deutsch-polnischen Beziehungen durch die Jahrzehnte.

Impulsreferate, Austausch in Kleingruppen und persönliche Begegnungen verbinden Geschichte, Gegenwart und Glauben. Ein besonderer Akzent liegt auf zivilgesellschaftlichem Engagement – unter anderem durch die Vorstellung der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste.

Es ist eine Einladung zum Innehalten, Erinnern und Weiterdenken – für alle, die Versöhnung nicht nur bedenken, sondern gestalten möchten.

Anmelden kann man sich noch bis zum 7. Juli, aber gerne früher, denn wir haben viel einiges zu planen, das an der Teilnehmendenzahl hängt. Mehr Infos und den Link zum Anmelden finden Sie hier: Mut und Versöhnung – Evangelische Akademie zu Berlin.

Und kommende Wochen, vom 15.-17. April 2026, werden wir dann Wissen wagen bei den feministisch-theologischen Begegnungstagen im Kloster Stift zum Heiligengrabe bei Berlin. Dazu dann am Montag mehr…

9. April 2026

Der Anderen Last | Begegnungen mit Siebenbürgen

 „Einer trage des anderen Last“, schreibt der Apostel Paulus (Gal.6,2a). Geht das überhaupt? Zu Gast bei der evangelischen Minderheit in Siebenbürgen wollen wir überlegen, wie Texte der Bibel uns helfen können, die Lasten unserer Gegenwart gemeinsam zu tragen. Jede und jeder trägt das eigene Päckchen auf den Schultern. Wie können wir da noch schauen, was unsere Nächsten brauchen? 

Neben intensiven Gesprächen zur Bibel und über den Alltag in unseren Ländern nehmen wir uns auch Zeit für die kulturellen Schätze Siebenbürgens. Auf dem Programm stehen Ausflüge nach Hermannstadt und zur Kirchenburg in Heltau. Spaziergänge zur Michelsberger Kirchenburg und zum jahrtausendealten Naturdenkmal “Halber Stein” sind ebenfalls möglich. Die Tagungssprache ist Deutsch.

Wer möchte, kann auf eigene Kosten eine Verlängerungsnacht im Elimheim buchen. Die Anreise bis Sibiu/Hermannstadt erfolgt in Eigenregie. Von dort werden Sie abgeholt.

Anmelden kann man sich noch bis zum 14. Juni, aber gerne früher, denn es gibt nur begrenzt viele Zimmer im  Elimheim in Michelsberg. Mehr Infos und den Link zum Anmelden finden Sie hier: …der Anderen Last – Evangelische Akademie zu Berlin.

Im August bin ich dann ein paar Wochen erstmal im Urlaub, aber am 27.8. geht es im polnischen Breslau weiter. Dazu mehr morgen…

8. April 2026

Tatort Wittenberg – Prädikant:innen-Begegnung in Wittenberg

Ein Bibeldialog für Ehrenamtliche in der Verkündigung über die Prediger der Reformation

In Wittenberg nahm die Reformation im 16. Jahrhundert bekanntlich richtig Fahrt auf, insbesondere durch profilierte Prediger. Wir begegnen Martin Luther und Philipp Melanchthon an ihren Wirkungsstätten und beleuchten ihr Denken und ihre bis heute anhaltende Bedeutung für unseren Glauben und die Tradiition der protestantischen Predigt.

Ehrenamtlichen Prediger*innen aus unterschiedlichen Landeskirchen verbringen drei Tage auf den Spuren der berühmten Reformatoren Martin Luther und Philipp Melanchthon. Sie besuchen originale Schauplätze und tauschen sich aus zu ihren eigenen Erfahrungen auf den Kanzeln des Landes.

Was bedeuten die Ideen der Reformation uns heute? Ein Gottesdienst in der Stadtkirche (der Hauptpredigtstätte Luthers), ein Spaziergang auf den Spuren Melanchthons sowie Zeit für weitere Sehenswürdigkeiten in Wittenberg sind eingeplant. Zeit für einen Besuch im Melanchthonhaus oder dem Augustinum sowie entspannte Gespräche an den Abenden ist ebenfalls eingeplant. 

Anmelden kann man sich noch bis zum 2. Juni, aber gerne früher, denn es gibt nur begrenzt viele Zimmer im Tagungszentrum LEUCOREA in Lutherstadt Wittenberg. Mehr Infos und den Link zum Anmelden finden Sie hier: Tatort Wittenberg – Evangelische Akademie zu Berlin.

Eine Woche später sind die Bibeldialoge dann schon in Siebenbürgen, aber dazu morgen mehr…

7. April 2026

Kraftquellen – Bibeldialog in Wittenberg

 Wie versprochen diese Woche die Ankündigungen der Sommer-Bibeldialoge. Vier Tagungen in drei verschiedenen Ländern. In Wittenberg geht es los mit zwei Bibeldialogen gleichzeitig. Zwei wirklich kompetente ehrenamtliche Teams machen es möglich, ohne dann ich mich klonen lassen muss.

Aber der Reihe nach: Was sind unsere Kraftquellen und wo tanken wir auf? Fragen, die sich Angehörige von Menschen mit Behinderung sicher öfters stellen. Wo ein Mitglied der Familie physische und/oder psychische Beeinträchtigungen hat, sind alle anderen mit betroffen. Wie finden Menschen Kraft, sich immer wieder einem Alltag zu stellen, in dem die Sorge um eine*n Angehörige*n mit Behinderung bestimmend ist? Egal, ob die beeinträchtigte Schwester oder der Sohn mit Behinderung in der Familie betreut wird oder in einer Einrichtung lebt: Für die Angehörigen birgt jeder Tag seine Herausforderungen. Im Erfahrungsaustausch, mit Tipps und Ideen für diese Herausforderungen im Alltag sowie mit einem Blick in die Bibel und ihre ermutigenden Passagen wollen wir achtsamer auf unsere Kraftquellen schauen und neue erkunden – im Tagungsraum, aber auch draußen im Park.

Deshalb ist auch ein Ausflug in den Wörlitzer Park geplant – mit Gondelfahrt und Kaffeetrinken – alles einfach nur zum Auftanken.

Anmelden kann man sich noch bis zum 2. Juni, aber gerne früher, denn es gibt nur begrenzt viele Zimmer im Tagungszentrum LEUCOREA in Lutherstadt Wittenberg. Mehr Infos und den Link zum Anmelden finden Sie hier: Kraftquellen – Evangelische Akademie zu Berlin.

Und zur selben Zeit im selben Haus, aber das dann morgen...