3. April 2026

Zum Karfreitag im Protestantismus

Der Karfreitag im Protestantismus

Zum Karfreitag gibt es viel zu sagen, und nach vielen Gesprächen mit verschiedenen Theolog:innen bei den Europäischen Bibeldialogen zur „Kreuzestheologie „Sühnetod Jesu“… poste ich doch lieber einen Text von der Website der Evangelischen Kirche: https://www.ekd.de/Karfreitag-Basiswissen-Glauben-54865.htm

Also: Ist der Karfreitag der höchste evangelische Feiertag? „Das ist nur in bestimmter Hinsicht richtig. Evangelischer Frömmigkeit ist das Bemühen um Wahrhaftigkeit wesentlich. Es gilt, nicht nur nach außen als Christ oder Christin zu leben, sondern es innerlich wirklich zu sein. Der Tod Jesu ist so eine Mahnung an die Gewissen. Im Angesicht des Kreuzes muss jeder Christ und jede Christin sich fragen, wie ernst es ihm oder ihr mit dem Glauben ist und ob man bereit ist, Jesus auf seinem Leidensweg zu folgen. Solche Selbstkritik kann jedoch nur recht üben, wer über dem Klagen das Frohmachende des Evangeliums nicht vergisst. Kurz: Der wahre Sinn des Kreuzes erschließt sich erst an Ostern. So gesehen ist Ostern, die Feier der Auferweckung Jesu, das höchste Fest der Christenheit. Dazu morgen mehr…

Aber zu den Bräuchen am Karfreitag: In allen Bundesländern Deutschlands ist der Karfreitag ein gesetzlicher „stiller Feiertag“. An ihm dürfen bestimmte Märkte, Musik- und Tanzveranstaltungen nicht stattfinden. Der Verzicht kann auch das Essen betreffen. Nach alter Tradition essen evangelische Christen und Christinnen am Karfreitag Fisch, die klassische Fastenspeise. In Erinnerung an den Karfreitag wird in den meisten Mensen und Kantinen an jedem Freitag Fisch serviert. 

In der evangelischen Kirche wurde der Karfreitag lange mit festlich gestalteten Abendmahlsgottesdiensten begangen. Daneben sind in jüngerer Zeit schlichtere Feiern getreten, oft zur Todesstunde Jesu (15 Uhr) oder am Abend. In ihnen wird auf Altarschmuck und Kerzen verzichtet. In vielen Gottesdiensten schweigt die Orgel. Auch verzichten viele Kirchengemeinden am Karfreitag auf das Glockenläuten. Die liturgische Farbe des Tages ist Schwarz.

Dass heute im Berliner Dom um 10 Uhr Gottesdienst gehalten wird, habe ich ja schon gestern angekündigt, aber um 15 Uhr ist im Dom auch eine Andacht zur Sterbestunde Jesu, auch als Live-Übertragung auf https://www.berlinerdom.de/live und auf BibelTV Und weil der Karfreitag auch ein besonderer Tag der Kirchenmusik ist, singen der Staats- und Domchor Berlin und die Sing-Akademie zu Berlin und der Tenor András Adamik.

Für Menschen, die gerade in Berlin sind, geht es danach live im Dom musikalisch weiter, aber dazu mehr hier: https://www.berlinerdom.de/termine/ 

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