Dritter und letzter Teil von Elkes Predigt zum Sabbat. Die beiden Abschnitte habe ich gestern und vorgestern hier gepostet.
Ich setzte mich selten mit der Frage auseinander, wonach ich hungere. Dazu geht es mir wohl zu gut. Trotzdem kommt mir schnell in den Sinn, was mir fehlt. Und damit finde ich mich ganz im Kreis gleichgesinnter. Ständiges Klagen scheint mir ein übergroßer Teil unseres Lebens zu sein. Dabei ist Sonntags- wie Sabbatgebot die Hinwendung zu unserem Gott. Höre ich intensiv und genau, spüre ich mehr als dankbar: Was habe ich alles. Was darf ich genießen! Jetzt im Herbst, auch meines Lebens, vielfältige Ernte, Zeit für mich und andere, Gtd mit +wunderbare Musik genießen, Enkelkinder verwöhnen, gelassen eine Predigt wachsen lassen, weil sie immer noch rechtzeitig fertig wird. Und das alles bei ausreichender Rente in einem friedlichen Land. Gott sei Dank. Ja, selbst in den dunklen Tagen, z. B. wenn ich einen geliebten Menschen loslassen muss, bleibt mein Vertrauen: Siehe, ich mache alles neu. Krieg, Leid, Krankheit, Schmerz, Tränen und Tod werden nicht mehr sein. Gottes Reich kommt.
Selten, viel zu selten kaue ich das genüsslich durch und komme so nicht in den Genuss der Süße dieser Botschaft. Sonntags- wie Sabbatgebot, dem entgegen zu wirken. Pharisäer prozierten Jesu im scheinbaren Aufmerksam machen gegen den Sabbatverstoß. Und wir Kirchgänger, haben wir vielleicht ein verzerrtes, sogar judenfeindliches Sabbatverständnis? („was die alles beachten mussten/müssen!“) Einen Tag in der Woche in Ruhe ohne Smartphone unterwegs – 2000 Jahre nach Chr. Therapeutisch teuer empfohlen, ganz modern, durchaus christusgemäß.
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das böse mit Gutem. Gebot und Wort für die Woche Bestimmt nicht so ganz einfach. Erst einmal fordert Gott ziemlich unattraktives. Überwinde, steh im Weg, sei sicht- und hörbar. Ja, Christlicher Glaube kostet Engagement unser ganzes Leben lang. Am Erfolg brauchen wir uns Gott sei Dank nicht messen. Niemand von uns kann alle Gebote einhalten. Aber immer öfter nicht mit dem Finger zeigen auf die, die so anders sind, die mich mit ihren Lebenseinstellungen nerven. Solche Lebenshaltung will ich einüben. Mit Christus heilender Nähe, von Markus in den vorangegangenen Kapiteln ausführlich erzählt, wird das mehr und mehr gelingen. Der Kreuzestod besiegelt die Endgültigkeit unserer Erlösung. „Wer kann die Menschheit so sanft bezwingen, wer kann die Seele so leicht entrücken, wer kann die Sinne so erleuchten wie du Gott, der alles erschaffen hat. Du wirkst an uns wunderbare Tat“. Sollte da nicht gelingen, selbst meinen Feind zu lieben?
Wenn ich am Sonntag als alter Mensch vielleicht allein bin, weil Kinder und Enkel eben auch mal Ruhe brauchen, möchte ich schweigen und hören, meines Herzens Ohr zu Gott neigen und den Frieden suchen. Und wenn du merkst, dass es dein Leben ist, dass du vermisst – sei willkommen. nach @ S. Grudert Sei willkommen, dich selbst zu entdecken, wieder neu zu bemerken, was LEBEN für DICH bedeutet und DICH selbst zu spüren, hier und jetzt, in deinem Körper, in deinem Alleinsein, mit DIR auf deinem Weg zu unserem GOTT. Sei willkommen und sing, egal, ob Sabbat, Sonntag oder Alltag, ein HALLELUJA zu seiner Ehre. Gottgewollt wird sich dann Dank und Wahrnehmen von Bedürftigkeit und miteinander Teilen einstellen. Sein Heiliger Geist ist mit uns.
Und der Friede Gottes, der höher ist, als alles, was wir denken, bewahrt unsere Herzen und Sinne in Christus, unserem Herrn und Bruder. Amen
Danke, liebe Elke!
Morgen treffe ich mich mit Referent:innen, die im nächsten Jahr unsere neue Serie von Online-Abenden zu unterschiedlichen texten von Dietrich Bonhoeffer gestalten werden. Dazu dann morgen mehr.
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