Elke, eine Prädikantin aus Lemgo hat uns mal wieder eine Predigt geschenkt, die ich in drei Teilen auf unsren Bibeldialogs-Blog stelle, bevor es mit der Vorstellung unserer Veranstaltungen weitergeht.
Gnade und Friede ist mit uns, von dem, der war, der ist und der kommt. Amen Mit diesem Gruß am Anfang der Predigt erinnern wir uns bewusst an Jesus Christus und seine Botschaft. Menschen seiner Zeit haben ihn erlebt, Menschen unserer Zeit erleben ihn als lebendigen Gottessohn und hoffen auf seine Wiederkehr. Siehe, ich mache alles neu, so das Leitwort unseres Jahres. Wir feiern SONNTAG – österliche Begegnung mit dem Heiland und ein Aufmerksamkeitstag, herausgelöst aus dem anstrengenden Alltag.
Ich lese uns den Predigttext aus der Basisbibel, Markus 2 - Hunger stillen auch am Sabbat
23An einem Sabbat ging Jesus durch die Felder. Unterwegs rissen seine Jünger Ähren von den Halmen. 24Da sagten die Pharisäer zu ihm: »Sieh doch, was deine Jünger tun! Das ist am Sabbat verboten.« 25Er antwortete: »Habt ihr denn nicht gelesen, was David getan hat? Er und seine Männer waren in einer Notlage und hatten Hunger. 26 – Der Hohepriester war damals Abjatar. Da ging David in das Haus Gottes und aß die Schaubrote, obwohl es verboten war. Nur die Priester durften davon essen. Aber er gab sogar seinen Männern von den Broten.« 27Jesus sagte zu den Pharisäern: »Gott hat den Sabbat für den Menschen gemacht, nicht den Menschen für den Sabbat. 28Also kann der Menschensohn bestimmen, was am Sabbat erlaubt ist.«
Neu in unserem Predigttext nun der Umgang mit dem Sabbat, dem Ruhetag des jüdischen Volkes. Genaue Vorschriften und deren Einhaltung prägen diesen Tag. Auf eine kurze Formel gebracht: keine Arbeit, die nicht genauso gut gestern oder morgen Platz hätte und Hinwendung zum großen heiligen Gott. Verstehen wir Christen unseren Sonntag nicht ähnlich? Sonntag - ein arbeitsfreier Ruhetag und sogar Teil des wohlverdienten Wochenendes. Doch wenn irgendwo ein verkaufsoffener Sonntag ist, gehen viele gern hin. Übervoll war die Stadt am vergangenen Sonntag, Bruchmarkt und geöffnete Geschäfte! So werden immer wieder freie Sonntage und auch kirchliche Feiertage „angenagt“, z. B. Buß- und Bettag oder Reformationstag - früher Feiertage. Über die selbstverständlich nötigen Arbeiten in Pflege und Sicherheit hinaus versuchen Geschäfte und auch Firmen das Sonntagsgebot zu umgehen bzw. zu dehnen. Arbeitsschichten bis in den Sonntagvormittag hinein und sportliche Veranstaltungen zu besten Gottesdienstzeiten. So bedeutet Profit nicht Wohl des Menschen. Jesus Worte heute: Die Wirtschaft ist für den Menschen da, nicht der Mensch für die Wirtschaft.
Morgen folgt hier der zweite Teil. Ich kann ja nicht jeden Tag so lange Posts einstellen wie gestern.
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