7. Oktober 2013

Ist Glück Glückssache? - Is happiness a matter of luck?

Heute ging unser Jugendseminar zum Thema Glück zu Ende. Es war so spannend und interessant, dass ich erst jetzt dazu komme, hier etwas zu schreiben, und das soll kein Eigenlob sein, denn die Hauptpersonen waren die TeilnehmerInnen aus Deutschland, der Schweiz, Lettland, der Ukraine und Rumänien. Das beste waren wohl wieder einmal die Länderberichte; die fünf UnkrainerInnen hatten nicht nur einen Film über Ihre Stadt Charkow mitgebracht sondern auch eine Interviewserie zum Thema Glück selbst gefilmt. Unsere Kulturen und die Bedingungen des täglichen Lebens sind in Vielem ganz unterschiedlich, aber wir haben vielgemeinsames entdeckt. Ohne Liebe und Freundschaft, ohne Selbstvertrauen und Anerkennung, ohne Glauben, fehlt uns alles etwas Wesentliches zum Glück.

Today, we finished our youth seminar on Happiness. It was so very interesting and impressive that I found no time to sit down and post something earlier. And I don’t mean to praise my own work, because it was the participants that made this a most remarkable experience. They came from Germany, Switzerland, Latvia, Romania and Ukraine. The best was as usual the evening with the reports from the countries: the five people from Ukraine had not only brought a film of their home city Charkow but had also prepared a series of interviews with people on their idea of happiness. Our cultures and our ways of life may be quite different, but we found much in common: Without love, friendship, self-confidence and recognition, without faith, we cannot be truly happy.

2. Oktober 2013

WENIGER ist anders - LESS is different

Heute ging unsere Begegnungstagung zum Thema WENIGER IST MEHR zu Ende, aber die angestoßenen Gedanken werden uns noch begleiten. Wir waren eine bunte Gruppe, von 24 bis 81 Jahren, aus 5 verschiedenen Ländern und etlichen Berufen. Einige waren sehr bibelfest, andere eher nicht. Trotzdem kamen gute Gespräche zustande - nicht nur über die Bibel. Die erlebten Brüche im Leben fanden ihren Raum, wenn auch nicht genug Zeit war, sich mit den unterschiedlichen Bewältigungsstrategien nahe genug zu beschäftigen. Vielleicht bleiben einige Teilnehmer/innen ja auch in Kontakt und können so die Gespräche weiterführen und vertiefen. Tief beeindruckt hat uns alle der Märchenerzähler und Musiker Günther Klößinger, der uns nicht nur einige zauberhafte Märchen lebhaft erzählt hat, sondern auch über seinen Weg vom Lehramtsstudenten mit echtem Talent zum Zeichnen zum blinden Märchenerzähler, der nun mit Worten und Klängen Bilder malt. 

Today we said goodbye after our conference LESS IS DIFFERENT, but thoughts on the topic will continue with us into our daily lives. We were a colorful group, from 24 to 81 years old, from 5 different countries and a variety of professions. Some were quite at home in the Bible, other not so much, but no matter which was the case, we had very good intensive talks - not just on Biblical texts. The fractures we all experienced in our lives found a place in the conference even if we did not have time enough to share enough of how we came through. Maybe some of the participants manage to stay in touch and continue and deepen their discussions. We were all deeply impressed by Günther Klößinger, who did not just charm us by his lively performance of fairy tales from all over the world, but also by telling us about his life's path from a young and talented graphic artist and soon to be teacher to a blind storyteller, who paint his pictures with words and music.

30. September 2013

Weniger ist eine Herausforderung - Less is a challenge

Heute haben die TeilnehmerInnen dann in der theaterpädagogischen Übung ausprobiert, wie es sich mit Einschränkugen der ungewohnten Art leben und kommunizieren lässt. Wie schon öfters behutsam und nicht ohne Spaß an der Sache angeleitet mit dem Schauspieler Jochen Keth.


Today actor and theater pedagogue Jochen Keth lead our group in an exercise on how to live and communicate with unfamiliar restrictions. It was enlightening as well as entertaining. Not for the first time, btw.

Weniger "Sollen" - mehr "Können" - SHALL is not MUST

Am Wochenende ging es los. Es sind sehr interessante und ganz unterschiedliche Menschen in der Teilnehmergruppe. Ungewohnt war sicher der Einstieg über das Thema "Was kann ich/ Was habe ich". Am Sonntag hat die Predigt über die 10 Gebote in der Alten Dorfkirche in Pankow dann ganz perfekt zu unserem Thema gepasst. Wie oft nehmen wir nur wahr, was wir sollen, was wir meinen, tun zu müssen, oder nicht dürfen? Wie selten die Möglichkeiten im "Können" und "Dürfen"?

We began our encounter last Saturday with an interestin and hetergeneous group, who all share the interest, profession or as voluteers, to care for old or sick people, or people who need their help for other reasons. The introductional activitiy was surprising. "What are my possibilities and my abilities?" The Sunday sermon on the 10 Commandments came as an additional inspiration on our topic. How often do we focus on what we are supposedly ordered to do or forbidden? How seldom on what we may do and what we can do? or on what we SHALL or WILL do, if we love God and our neighbour?

27. September 2013

Weniger ist anders: Lebenswert mit Einschränkung - Less is different

Der Urlaub ist vorbei und morgen geht schon der erste Bibeldialog in diesem Herbst los. Ich bin sehr gespannt auf die TeilnehmerInnen. Jede/r hat sicher ganz andere Einschränkungen oder Verluste erfahren oder sogar Ängste vor einem Wenigerwerden z.B. der Lebensqualität. Es wird viel darum gehen, worauf es letztlich ankommt. Was ist so wichtig, dass wir den Verlust nur schwer ertragen könnten. Wir werden eine kleine Gruppe sein, so dass es viele intensive gespräche geben kann. Allerdings werden wir nicht nur ernst diskutieren, sondern zum Kennenlernen gleich am Sonntag schon einen Ausflug machen zum Schloss Schönhausen in Pankow, in dem die verschmähte Ehefrau von Friedrich II viele Jahre lebte und für sich wohl das Beste aus einem Weniger als dem Erwarteten machte.

Tomorrow we will start the first of this autumn's three Bible Dialogues. It will be about the losses and restrictions people experience in their lives, last not least, our fears of becoming less ourselves - due to old age or dementia. What in our lives matters so much that we can hardly stand the thought of not having it, or less of it? We will be a small group so talks can be intensive but we will also find time for an entertaining excursion to Schoenhausen palace, where the spurned wife of Frederic II lived for many years and made her best from a less than perfect marriage.

30. August 2013

WENIGER IST ANDERS. Lebenswert mit Einschränkung

Heute habe ich die Tagungsunterlagen für den nächsten Bibeldialog verschickt. "Weniger ist anders." Weniger Teilnehmer sollten es zwar nicht mehr werden (mehr gerne), aber mit 14 Personen aus 4 Ländern sind wir auch ein eine gute Gruppe. Die Arbeit wird intensiv und persönlich werden, so dass eine kleine Gruppe auch Vorteile hat.
Wer hat nicht manchmal Angst davor, einen Verlust zu erleiden. Ob Arbeitsplatz oder ein geliebter Mensch. Verluste tun weh. Krankheit und Alter lassen uns scheinbar viel Lebensqualität einbüßen, aber bringen sie nicht auch Veränderungen und Neues in unser Leben? Im Weniger könne auch Chancen liegen, das eigene Leben anders zu betrachten. Ohne Verluste und Einschränkungen in Freiheit oder Gesundheit oder Lebensstandard schönzureden, wollen wir nach den Möglichkeiten suchen, die im Weniger zu finden sind.

13. August 2013

GLÜCKSACHE! Oder: Macht Glück glücklich? - A MATTER OF LUCK? Does happiness matter?

Wie jedes Jahr, ist es wohl eine gute Idee, noch mal an das Berliner Seminar für junge Menschen vom 3. bis 7. Oktober zu erinnern. Auch da sind noch viel zu viele Plätze frei! Unser Thema ist diesmal Glück.

„Jeder ist seines Glückes Schmied.“?
Zahlreiche Glücksratgeber wollen uns erklären, was glücklich macht. Was aber, wenn wir trotz Anleitung und bestem Bemühen immer noch einfach nicht glücklich werden? Pech gehabt.
Oder wer hat Schuld am Unglück? Heißt Glück immer Erfolg, Wohlstand oder Vergnügen?
Dürfen wir uns mit weniger auch zufrieden geben? Wir werden über die Bedeutung von Glück und Zufriedenheit Vieles erfahren und auch Zeit zum Nachdenken finden. Ihre Gedanken dazu, könne Sie gerne auch auf diesem Blog als Kommentar posten. 

Like every year, it seems a good idea to remind in the Berlin seminar for young people from October 3 to 7. There are still too many empty rooms. Our topic this year is happiness or luck or good fortune. In German all these have one word "GLÜCK"
"Everyone is the architect of his own fortune"?
Countless self-help guides instruct us on how to be happy. What if, inspite of our efforts and best intentions, we are still not any happier? Is this just tough luck or who can we blame? Does happiness have anything to do with luck, success, wellbeing or pleasure? Are we allowed to settle for less and be content? At the seminar, we will take time to think about what makes us happy and content.

12. August 2013

WENIGER IST ANDERS. Lebenswert mit Einschränkungen

Noch sind ein paar Plätze frei. Da wir ein paar wirklich interessante Gäste haben werden, darunter den Märchenerzähler Günther Klößinger, wäre es schade, wenn auch nur ein Zimmer leer bliebe...
Es ist schwer, sich mit „weniger“ im Leben zu arrangieren. Krankheit, Unfall, Arbeitsplatzverlust, Scheidung, Tod – egal welche Schicksalsschläge zu Verlusten oder Einschränkungen auf körperlicher, seelischer oder materieller Ebene führen – sie alle bringen unsere Lebensgrundlage ins Wanken, erschüttern unsere Identität, stellen vieles oder gar alles infrage. Selbst scheinbar natürliche Abläufe wie das Altern setzen uns immer enger werdende Grenzen.
Wir alle kennen die aus dem „weniger haben“, „weniger sein“ oder „weniger Können“ entstehenden Fragen und Zweifel aus eigenem Erleben oder aus der Begleitung und Pflege Angehöriger oder der uns Anvertrauten.
In diesen Tagen wollen wir uns sowohl unseren gegenwärtigen oder befürchteten Einschränkungen annähern als auch über Erfahrungen in unserer Begegnung mit  Anderen austauschen und nach neuen, anderen Möglichkeiten im „Weniger“ suchen. Mit biblischen Texten und ärztlich-sozialen Erkenntnissen werden wir uns auf dieses Thema einlassen und nach möglichen Antworten und Perspektiven suchen.

9. August 2013

Und Sehnsucht blieb uns – And there still is a longing in us

Gestern reisten die 36 TeilnehmerInnen des 20. Europäischen Bibeldialogs zurück in ihre Heimatländer: Russland, Schweden, Rumänien, Polen, Niederlande und Deutschland. Vier Tage haben wir uns mit der Sehnsucht beschäftigt, viele Anregungen voneinander erhalten, aber – Gott sei Dank – nicht alle Antworten auf unsere Fragen, so dass uns die Sehnsucht doch erhalten blieb. Hoffentlich auch die Sehnsucht nach einem Wiedersehen auf Schwanenwerder im nächsten Jahr.
Welches Thema dann dran ist? Da nehmen wir, das Leitungsteam und ich, gerne noch Ideen an.

Yesterday the participants in the 20th European Bible Dialogue returned to their home countries: Russia, Sweden, Romania, Poland, the Netherlands and Germany. For four days we contemplated on our longing. We found much inspiration in each other but - thank God for this - not all answers to all our questions, and so we still feel a longing in us.
I hope there is also a longing to return to Schwanenwerder next year. Which will be our topic then? The team and I will be happy for your ideas.

2. August 2013

Alles beginnt mit der Sehnsucht - It all begins with longing

Am kommenden Sonntag beginnt der Bibeldialog zum Thema Sehnsucht, für den wir den Titel dieses Gedichtes gewählt haben:
Alles beginnt mit der Sehnsucht,
immer ist im Herzen Raum für mehr,
für Schöneres, für Größeres.
Das ist des Menschen Größe und Not:
Sehnsucht nach Stille,
nach Freundschaft und Liebe.
Und wo Sehnsucht sich erfüllt,
dort bricht sie noch stärker auf.
Fing nicht auch deine Menschwerdung, Gott,
mit dieser Sehnsucht nach dem Menschen an ?
So lass nun unsere Sehnsucht damit anfangen,
dich zu suchen,
und lass sie damit enden,
dich gefunden zu haben. (Nelly Sachs)
So soll auch unsere Tagung sein: sehnsüchtig und suchend. Nach Stille, Freundschaft, nach uns selbst, nach so Vielem,  und hinter allem doch immer wieder nach Gott.

It all begins with longing,
There is room in every heart for more,
For beauty and for grandness.
This is mankind’s greatness and distress:
Longing for calm,
For friendship and love.
Where desire comes true
It breaks out even stronger.
Did not your incarnation begin, God,
with this longing for human kind?
Now let our desire
Set out to find you,
And let it cease
With having found you. (Nelly Sachs)
This is the poem that gave the title to our next bible dialogue starting Sunday. We will seek for this calm, for friendship, for ourselves, and so many things, but behind it all is our longing for God.