Today I finished the flyer for our study conference on "Faith, Theology and Science" rom April 16 to20, 2015). The days when religion was considered opium for the people seem to be over. Neuroscientists and biologists are taking another look at the phenomenon of faith. Do molecules have more power over us than we would like to think? Are we on our way towards a „new materialism“ where our thinking and being is no more than a consequence of chemical processes? And why do people flock to religious fundamentalists with their aversion to science? In lectures, discussions and Bible study, we will try and find answers to these questions. For more informnation, please mail to hahn@eaberlin.de
EUROPEAN BIBLE DIALOGUES: Most posts will be both in English and in German on request; comments please in either of these languages - Die meisten Posts werden auf Wunsch zweimal, deutsch und englisch, eingestellt; Kommentare bitte auf Deutsch oder Englisch.
21. Januar 2015
Nichts als Hirngespinste? Just a trick of the mind?
Heute habe ich die Einzelflyer für die Studientagung zu Weltanschauungsfragen (vom 16. bis 20. April 2015) zum Thema "Glaube, Theologie und Naturwissenschaft" fertiggestellt. Die Zeiten, in denen Religion als Opium des Volkes galt, scheinen
vorbei. Hirnforscher, Neurobiologen und andere Naturwissenschaftler
untersuchen heute das Phänomen des Glaubens. Haben Moleküle mehr Macht
über uns, als wir denken? Bahnt sich ein „neuer Materialismus“ an, der
Denken und Menschsein als Folge von verschiedenen chemischen Prozessen
erklärt? Warum ist der oft naturwissenschaftsfeindlic he
Fundamentalismus erneut auf dem Vormarsch? In Vorträgen, Diskussionen
und Bibelarbeiten wollen wir diesen aktuellen Glaubens(an)fragen auf die
Spur kommen.
Today I finished the flyer for our study conference on "Faith, Theology and Science" rom April 16 to20, 2015). The days when religion was considered opium for the people seem to be over. Neuroscientists and biologists are taking another look at the phenomenon of faith. Do molecules have more power over us than we would like to think? Are we on our way towards a „new materialism“ where our thinking and being is no more than a consequence of chemical processes? And why do people flock to religious fundamentalists with their aversion to science? In lectures, discussions and Bible study, we will try and find answers to these questions. For more informnation, please mail to hahn@eaberlin.de
Today I finished the flyer for our study conference on "Faith, Theology and Science" rom April 16 to20, 2015). The days when religion was considered opium for the people seem to be over. Neuroscientists and biologists are taking another look at the phenomenon of faith. Do molecules have more power over us than we would like to think? Are we on our way towards a „new materialism“ where our thinking and being is no more than a consequence of chemical processes? And why do people flock to religious fundamentalists with their aversion to science? In lectures, discussions and Bible study, we will try and find answers to these questions. For more informnation, please mail to hahn@eaberlin.de
14. Januar 2015
Blessed are the Meek - Selig sind die Sanftmütigen
"Selig sind die Sanftmütigen ..." aber weiter kommen die, die sich durchsetzen – notfalls mit Gewalt. So erleben wir es oft: in der Schule, im Beruf, in der Welt. Auch jetzt gerade bei den Morden in Paris sieht es aus, als würden die Gewalttätigen am Ende doch siegen.
In den Seligpreisungen werden Menschen glückselig gesprochen, die in ihrem Verhalten und Denken auf Gewalt verzichten, weil sie sich am Reich Gottes orientieren. Jesus hebt Verhaltensweisen hervor, die der Gewalt entgegenstehen. Gemeint ist keine schwächliche, passive, sondern eine starke und aktive Gewaltlosigkeit, die von Liebe und Barmherzigkeit motiviert ist.
In dieser Studientagung für Menschen mit pädagogischen Tätigkeiten (vom 7.-11.4.2015 in Berlin) wollen wir in Theologie und Pädagogik und mit kreativen Ansätzen nach Wegen suchen, wie wir Gewaltlosigkeit leben und weitergeben können.
This conference is going to be in German only. We will discuss possibilities to live without violence. We don't mean a weak or passive kind of non-violence, but one born out of strengththat is active and motivated by love and and mercy.
13. Januar 2015
Die Würde des Menschen und biblische Menschenbilder - Human dignity and Biblical images of human kind
This conference is going to be in German only and we are happy to say it is fully booked. We will talk about the dignity of a human being and what images of mankind the Bible offers.
Die Tagungsunterlagen zum ersten Bibeldialog sind verschickt und ich freue mich, dass die Tagung ganz ausgebucht ist.
"Was ist der Mensch, dass Du seiner gedenkst? „…Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.“ (Psalm 8,4-6) Der Bibeltext macht in seiner Universalität deutlich, dass alle Menschen – jede und jeder Einzelne – von Gott geschaffen, geliebt und gewollt sind. Und er macht deutlich, dass wir Menschen hinein genommen sind in die Wertschätzung und die Sorge füreinander.
Die Begegnungstagung für Gemeindeglieder aus ländlichen Regionen bietet Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und einander Anregungen für lebendiges Gemeindeleben auf dem Lande zu geben. Bibelarbeiten mit Einführung und Gesprächen in Kleingruppen; Singen und kreatives Arbeiten erlauben einen intensiven persönlichen Gedankenaustausch und eröffnen ungewohnte Zugänge zu biblischen Texten.
Die Begegnung in einer Gruppe auf Zeit erlaubt, auch die Situation in der Heimatgemeinde und im eigenen Leben in neuem Licht zu sehen. Zeit für Berlin ist im Programm ebenfalls vorgesehen: geplant sind ein Besuch im Bundeskanzleramts und in der Dienststelle des Bevollmächtigten des Rates der Evangelischen Kirche in der Bundesregierung. Ein Stadtspaziergang, mit oder ohne Führung, und ein freier Abend geben ebenfalls Gelegenheit, die Hauptstadt zu erleben.
Zum Jahresbeginn auch gleich eine kleine Information an alle neuen Besucher meines Blog: Zu den Europäischen Bibeldialogen der Union Evangelischer Kirchen (UEK) und der Evangelischen Akademie zu Berlin sind alle eingeladen, die in ihrer Kirche aktiv mitwirken und in ihren Gemeinden Verantwortung übernehmen. Jede Tagung wird professionell geleitet von einem Team, das hier ebenfalls ehrenamtlich tätig ist.Aus ganz Deutschland und vielen Ländern Europas kommen Christinnen und Christen in Berlin zusammen, um über biblische Texte und deren Bedeutung in der heutigen Gesellschaft und im eigenen Leben nachzudenken.
Dieser Bibeldialog wird geleitet von: Regine Becker-Tennie aus Gummersbach, Siegfried Landau aus Remscheid. und Karlheinz Potthoff aus Bonn. Als Referent und Referentin wirken außerdem mit Oberkirchenrat Joachim Ochel (Theologischer Referent beim Bevollmächtigten des Rates der EKD in der Bundesregierung) und die Märchenerzählerin Renate Raber (Berlin)
9. Januar 2015
Happy New Year! Frohes neues Jahr
Meine erste Arbeitswoche geht heute zu Ende und es war recht viel zu tun. Der erste Bibeldialog zum Thema Menschenwürde und biblische Menschenbilder (mit 27 TeilnehmerInnen!) beginnt zwar erst in ein paar Wochen, aber natürlich sitzen wir hier schon an der Planung für das ganze Jahr und jedes kommende Wochendenende gehört ein bis zwei Vorbereitungsteams.
Ab Sonntag werden wir die Studientagung für theologiestudierende vorbereiten, nöchste Woche den Sommerdialog auf Schwanenwerder und das Wochenende darauf gleich zwei Tagungen: Das Jugendseminar und die European Bible Week.
Aber das Jahr ist noch jung genug, um allen einen guten Start zu wünschen!
My first week in the office ends today and there was quite a bit to do. The first Bible Dialogue on the topic Human dignity and Biblical ideas of human kind (with 27 participants) won't start until Jan 28, but of course we ar already busy preparing conferences all through this year. But this year is stil young enough to wish you all a good start into a happy 2015.
Ab Sonntag werden wir die Studientagung für theologiestudierende vorbereiten, nöchste Woche den Sommerdialog auf Schwanenwerder und das Wochenende darauf gleich zwei Tagungen: Das Jugendseminar und die European Bible Week.
Aber das Jahr ist noch jung genug, um allen einen guten Start zu wünschen!
My first week in the office ends today and there was quite a bit to do. The first Bible Dialogue on the topic Human dignity and Biblical ideas of human kind (with 27 participants) won't start until Jan 28, but of course we ar already busy preparing conferences all through this year. But this year is stil young enough to wish you all a good start into a happy 2015.
24. Dezember 2014
Gesegnete Weihnacht!
Es ist Weihnachten, aber das Wetter will gar
nicht so weihnachtlich werden, wie man sich das vorstellt und wünscht („weiße
Weihnacht“). Aber viele wird es freuen, dass sie nicht so frieren müssen (die
ohne Obdach) oder dass sie nicht so viel für die Heizung ausgeben müssen (die
mit knapper Kasse). Viel schlimmer ist, dass die politische Großwetterlage auch
keine weihnachtliche Stimmung aufkommen lässt. Wer sich mit dem eigenen
persönlichen Wohlergehen nicht begnügt, wird wegen der vielen Krisen, Kriege
und Katastrophen sehr besorgt sein. Es ist bemerkenswert und vielleicht
typisch, dass Waffen in das Kriegsgebiet im Nordirak schneller geliefert wurden
als medizinische Einrichtungen und Materialien ins Ebola-Katastrophengebiet.
Wir haben Krieg und Kriegsgefahr vor der europäischen Haustür, ebenso
Katastrophen und Flüchtlingselend. Und der Klimawandel schreitet ungehindert
voran. Alle die kleinen und großen politischen und wirtschaftlichen Machthaber
kriegen es nicht hin, das Notwendige und Richtige zu beschließen und
durchzusetzen. Ihre machtpolitischen und wirtschaftlichen Interessen stehen
ihnen im Wege. Da kann keine weihnachtliche Stimmung aufkommen.
Aber Weihnachten ist es trotzdem. Denn: Ob
Weihnachten kommt, hängt nicht von der weihnachtlichen Stimmung ab. Als Jesus
geboren wurde, waren die äußeren Umstände seiner Geburt alles andere als
weihnachtlich – im Gegenteil. Die Geburt in einer Notunterkunft bei Ochs und
Esel erinnert eher an das Flüchtlingselend heutiger Tage. Würde die Geburt Jesu
als von Gott gesandter Heiland der Welt heutzutage geschehen, dann wohl weder
im Berliner noch im Kölner Dom noch Petersdom, auch nicht im Kanzleramt, nicht
im Weißen Haus und nicht im Kreml. Und wohl auch nicht in unserem schönen Haus
oder ähnlichen Häusern. Vermutlich eher in einer Asylbewerberunterkunft. Gott
begegnet uns im Kleinen, Niedrigen, Schwachen – nicht im Großartigen, Machtvollen,
Prächtigen. Wann werden wir Menschen endlich unser Gottesbild durch die
Jesus-Geschichte verändern lassen. Die Geschichte von Jesu Geburt ist eine
Hoffnungsgeschichte. Sie verkündet nicht, dass Friede auf Erden ist,
sondern dass Friede auf Erden werden soll und kann, indem wir
Menschen es lernen, Gott die Ehre zu geben, die Ihm zusteht. Und Gott die Ehre
geben geht nicht anders als mit Handeln im Sinne des Mannes Jesus aus Nazareth,
im Sinne der Bergpredigt.
Ich wünschen Euch und Ihnen allen, dass es Euch
und Ihnen so gut geht wie mir. Gott schenke Euch und Ihnen allen ein gesegnetes
Weihnachtsfest und ein gutes und glückliches Neues Jahr.
Diese Gedanken zur Weihnacht hat mir unser Bibeldialogsleiter Felix
Doepner gemailt und ich teile sie gerne mit Euch.
Gesegnete Weihnachten Euch /Ihnen allen
Tamara
20. November 2014
Colours of autumn - Herbstfarben
Der Herbst ist in Berlin angekommen. Die Jahreszeiten passen ganz gut zu
meinem Arbeitsrhythmus: Im Frühjahr blühten die Pläne für viele bunte
Tagungen, im Sommer ging es dann hektisch zu, so dass ich schon ziemlich
ins Schwitzen geraten bin. Im Herbst wird es nun zwar deutlich kühler
aber auch ruhiger. Ich schaue zurück auf Teilnehmerzahlen und sehe doch
viele (400) liebe Gesichter aus vielen (17) verschiedenen Ländern. Ja, es ist
jetzt weniger bunt - vor allem nachdem ich die diversen bastel und
Malutensilien wieder ordentlich im Materialschrank verstaut habe, aber
mein alter Kunstlehrer hat mal gesagt, dass es gar kein Grau gibt. Es
sind nur viele verschiedene Farben so dicht beieinander, dass unser Auge
daraus Grau mischt. Wenn man genau hinschaut, sieht man die Farben
doch. Daran denke ich, wenn die letzten roten un dgelben Blätter von den Bäumen gefallen sind.Autumn
has reached Berlin. The seasons match my work rhythm: In spring all the
colourful plans for our conferences blossom; in summer things heat up
and get quite hectic; autumn is when it all cools down a bit. I
look back at numbers of participants and conferences, but what I do see
in
my mind are many (400) dear faces from many (17) different countries.
Yes, my work days are now less colourful, especially since I tidied up
my office and stored all painting and drawing materials back into their
proper cabinets. My
old arts teacher once told me that there is no such thing as a colour
grey. It is
just that all the colours have moved so close to each other that our
eyes mix them into grey. But if you look closely you can see them all,
all the colours. I think of that when the last yellow and red leaves
have fallen.
19. November 2014
Bußtag - Day of Repentance
Heute
hat mir ein guter Freund, Klaus-Dieter Ehmke, Tagungsleiter in unserem
Bibeldialogsteam, einen Text zum Bußtag geschickt, der mich nachdenklich
gemacht hat. Eigentlich ist mir erst jetzt aufgefallen, dass heute eben
Bußtag ist. Auch deshalb möchte ich den Text gerne weitergeben:
Ein Feiertag
der evangelischen Kirche aus Notzeiten . Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird
ein allgemeiner Buß- und Bettag am Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag, dem
letzten Sonntag des Kirchenjahres, begangen.
Das Wort
„Buße“ lässt in manchen Regionen des deutschen Sprachraums unrichtige
Assoziationen aufkommen. Es geht bei diesem Tag nicht um Büßen für begangene
Vergehen im Sinne von „bestraft werden“, sondern um eine Buße im Sinne der Reue
für begangene Sünden, und eine Umkehr und Gesinnungsänderung zu Gott hin.
In der Bibel
steht die Geschichte von Jona, der von Gott nach Ninive geschickt wird, um der
Stadt ihren Untergang zu verkünden (Jona 3,4–10 )
„Es sind
noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen. Da glaubten die Leute von Ninive
an Gott und ließen ein Fasten ausrufen und zogen alle, Groß und Klein, den Sack
zur Buße an. Und als das vor den König von Ninive kam, stand er auf von seinem
Thron und legte seinen Purpur ab und hüllte sich in den Sack und setzte sich in
die Asche und ließ ausrufen und sagen in Ninive als Befehl des Königs und
seiner Gewaltigen: Es sollen weder Mensch noch Vieh, weder Rinder noch Schafe
Nahrung zu sich nehmen, und man soll sie nicht weiden noch Wasser trinken
lassen; und sie sollen sich in den Sack hüllen, Menschen und Vieh, und zu Gott
rufen mit Macht. Und ein jeder bekehre sich von seinem bösen Wege und vom
Frevel seiner Hände! Wer weiß? Vielleicht lässt Gott es sich gereuen und wendet
sich ab von seinem grimmigen Zorn, dass wir nicht verderben. Als aber Gott ihr
Tun sah, wie sie sich bekehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn das Übel, das
er ihnen angekündigt hatte, und tat’s nicht.“
Gemeinsame
Bußzeiten waren schon in der Antike bekannt. Theologisch sind sie dreifach
begründet. Zunächst als Tage des fürbittenden Eintretens der Kirche für die
Schuld der Gläubigen vor Gott. Dann soll die Kirche an den Bußtagen ihre
Wächterfunktion den Sünden der Zeit gegenüber ausüben. Und schließlich sollten
Bußtage dem einzelnen dazu dienen, sein Gewissen vor Gott zu prüfen. In Rom gab
es zum Beispiel die „feriae piaculares“, die Not und Kriegsgefahr abwenden
sollten.
Im
Mittelalter gab es zweierlei Bußtage: Die einen wurden bei Bedarf von der
Obrigkeit angeordnet, die anderen, die Quatembertage etwa, ergaben sich aus der
kirchlichen Ordnung. Beide wurden von der evangelischen Kirche aufgenommen und
fortgeführt. Den ersten Bettag feierte sie, auf kaiserliche Anordnung hin und
wegen der dort damals als „Türkengefahr“ interpretierten Situation, im Jahr
1532 in Straßburg.
Ein
einheitlicher Buß– und Bettag am Mittwoch vor dem letzten Sonntag im
Kirchenjahr wurde 1852 und 1878 von der Eisenacher Konferenz evangelische Kirchenleitungen
vorgeschlagen. In Preußen wurde dieser Vorschlag am 12. März 1893 Gesetz.
Das 20.
Jahrhundert hat diesem Feiertag allerlei Zeitgeschichte hinzugefügt und lässt
mich Nachdenken. Wann braucht wer Zeit zum Nachdenken und Umkehren? Zeiten des
Einhaltens und Neustartens aus Einsicht heraus oder aus dem Gefühl, so kann es
nicht weitergehen.
Dazu brauche
ich keinen staatlich verordneten Tag, der irgendwann sowieso abgeschafft wird,
weil man "Buß- und Bettag" eben nicht verordnen kann.
10. November 2014
Miteinander reden und leben
Gestern ging der Bibeldialog über Vielfalt und Toleranz zu Ende. Auch um Mutmachendes sollte es gehen. Mut für kleine gemeinde und Minderheitenkirchen in Europa. Das Gespräch in der Friedenskirche in Schweidnitz mit dem neuen Bischof
der Evangelischen Diözese Wroclaw Waldemar Pytel und ebenso der
spannende Vortrag vom noch-Bischof Ryszard Bogusz haben anschaulich gemacht, wie auch eine kleine Kirche große Wirkung haben kann und vor allem lebendig und sichtbar sein kann - Aber auch die Geschichten der beiden Vertreter der Ev. Lutherischen Kirche in Rumänien, die trotz der großen Auswanderugnswelle der deutschstämmigen Protestanten in ihrem Land segensreich wirkt, haben beeindruckt.
Wie so oft war die Tagung manchmal ein bisschen hektisch. Vor allem der Besuch in Kreisau hätte mehr Zeit gebrauchen können. Das Gespräch zwischen der jungen Freiwilligen Charlotte, die uns sehr kundig geführt hat, und dem hochgeschätzten Zeitzeugen Dr. Janusz Witt, Gemeindevorstand der Ev. Lutherischen Gemeinde in Breslau, hätte sicher noch viel Eindruckvolles geboten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten viel mitzuteilen und auch unsere polnischen Teilnehmerinnen hatten viel für uns vorbereitet. All das erbrachte nicht nur eine reichhaltige Tagung, von der ich wieder viel neu Gelerntes mit nach Hause nehme, sondern es entstand auch eine schöne Gemeinschaft und die ersten Anfragen, an welchem Bibeldialog man nächstes Jahr teilnehmen könnten sind schon in Berlin angekommen, bevor ich wieder im Büro sein kann.
Ich blieb noch einen Tag länger, um Zeit für Abrechnungen zu haben, und hatte, Dank Grazyna, Gelegenheit beim Schweigemarsch zum Gedenken an die Reichspogromnacht am 9.11.1938 mitzugehen und eine sehr interessante Performance zu Liedern von Mordechaj Gebirtig in der Synagoge zum Weißen Storch zu erleben. Beides ging sehr nahe und hat mir noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig Begegnungen über die Grenzen hinweg sind.
Wie so oft war die Tagung manchmal ein bisschen hektisch. Vor allem der Besuch in Kreisau hätte mehr Zeit gebrauchen können. Das Gespräch zwischen der jungen Freiwilligen Charlotte, die uns sehr kundig geführt hat, und dem hochgeschätzten Zeitzeugen Dr. Janusz Witt, Gemeindevorstand der Ev. Lutherischen Gemeinde in Breslau, hätte sicher noch viel Eindruckvolles geboten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten viel mitzuteilen und auch unsere polnischen Teilnehmerinnen hatten viel für uns vorbereitet. All das erbrachte nicht nur eine reichhaltige Tagung, von der ich wieder viel neu Gelerntes mit nach Hause nehme, sondern es entstand auch eine schöne Gemeinschaft und die ersten Anfragen, an welchem Bibeldialog man nächstes Jahr teilnehmen könnten sind schon in Berlin angekommen, bevor ich wieder im Büro sein kann.
Ich blieb noch einen Tag länger, um Zeit für Abrechnungen zu haben, und hatte, Dank Grazyna, Gelegenheit beim Schweigemarsch zum Gedenken an die Reichspogromnacht am 9.11.1938 mitzugehen und eine sehr interessante Performance zu Liedern von Mordechaj Gebirtig in der Synagoge zum Weißen Storch zu erleben. Beides ging sehr nahe und hat mir noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig Begegnungen über die Grenzen hinweg sind.
5. November 2014
Gemeinde leben in Breslau - Living community in Wrocław
Heute sind alle 26 Teilnehmenden und Mitwirkenden des Bibeldialogs für Ehrenamtliche in der Gemeindeleitung in Wrocław in Polen angekommen. Die erste Runde mit Zitaten zu den themen Vielfalt und Toleranz und den Berichten aus den Gemeinden lässt viele interessante Gespräche erwarten. Die gruppe kommt aus verschiedenen Bundesländern Deutschlands, aus Litauen, Schweden, Lettland, Rumänien, der Ukraine, Österreich und natürlich auch aus Polen. Viele der herkunftsgemeinden sind sehr klein, gehören zu Minderheitenkirchen, die es oft nicht leicht haben gegenüber einer großen Mehrheitskirche.
In Breslau wurde Dietrich-Bonhoeffer geboren und so haben wir seiner an der Gedenkstatue gedacht. Anschließend folgte noch ein hoch interessanter und von Grazyna und Alicja sehr humorvoll begleiteter Stadtspaziergang durch diese wunderschöne Stadt. Beschenkt waren wir sowieso schon durch den milden Novemberabend.
All 26 participants and team members of our conference for church elders arrived today in Wrocław in Poland. They come from all over Germany, Sweden, Austria, Latvia, Lithuania, Romania, Ukraine and of course Poland. We began with quotes on tolerance and diversity and a first glimpse at everybody's situation in the congregation or our origin. Most of the home churches are minority churches with a not always easy stand in the face of a dominant majority church.
Dietrich Bonhoeffer was born in Wrocławand so we held our evening prayer at his statue. The evening was completed with a most interesting walk under Grazyna's and Alicja's guidance. A definite treat was the mild November night.
In Breslau wurde Dietrich-Bonhoeffer geboren und so haben wir seiner an der Gedenkstatue gedacht. Anschließend folgte noch ein hoch interessanter und von Grazyna und Alicja sehr humorvoll begleiteter Stadtspaziergang durch diese wunderschöne Stadt. Beschenkt waren wir sowieso schon durch den milden Novemberabend.
All 26 participants and team members of our conference for church elders arrived today in Wrocław in Poland. They come from all over Germany, Sweden, Austria, Latvia, Lithuania, Romania, Ukraine and of course Poland. We began with quotes on tolerance and diversity and a first glimpse at everybody's situation in the congregation or our origin. Most of the home churches are minority churches with a not always easy stand in the face of a dominant majority church.
Dietrich Bonhoeffer was born in Wrocławand so we held our evening prayer at his statue. The evening was completed with a most interesting walk under Grazyna's and Alicja's guidance. A definite treat was the mild November night.
3. November 2014
Verleih uns Frieden gnädiglich - Grant Peace we pray
Der Abschied fällt immer schwer. Die Tagung "1914 und 2014. Alte und neue Kriege und der Frieden der Zukunft eröffnet" hat heute morgen nach einer sehr schönen Andacht mit Reisesegen geendet. Wir im Team wollten wieder einmal zu viel Information einbringen und haben nicht damit gerechnet, wie viele interessante Anregungen von den TeilnehmerInnen kommen würden, die alle viel mehr Zeit verdient hätten. So war das Ende dann recht gehetzt. Ich nehme viele neue Gedanken mit, habe viel gelernt über die Gedenkkultur und die Friedensgedanken in den Jahrzehnten und den Ländern Europas. Schmerzlich bewusst wurde uns im Team aber auch, wie sehr sich Europa - und die ganze welt - seit unseren ersten Planungen vor einem Jahr verändert hat. Das Gebet für den Frieden ist dringender geworden.
Parting is always hard. Our conference "1914 and 2014. Old and new wars and the peace that brings future" ended this morning after a beautiful morning prayer and travel blessing. Once more, the team tried to integrate too much information, not realizing how many inspiring contributions would be given by the participants. All of them would have deserved more time for discussion. And so our last evening was a bit hectic. I do take away a lot of new thoughts, I learned a lot about how the wars have been and are still commemorated in past decades, today and in the countries in Europe. We in the team also became painfully aware of how much Europe and the whole world have changes since we first planned to work on this topic. Our prayers for peace have become more urgent.
Parting is always hard. Our conference "1914 and 2014. Old and new wars and the peace that brings future" ended this morning after a beautiful morning prayer and travel blessing. Once more, the team tried to integrate too much information, not realizing how many inspiring contributions would be given by the participants. All of them would have deserved more time for discussion. And so our last evening was a bit hectic. I do take away a lot of new thoughts, I learned a lot about how the wars have been and are still commemorated in past decades, today and in the countries in Europe. We in the team also became painfully aware of how much Europe and the whole world have changes since we first planned to work on this topic. Our prayers for peace have become more urgent.
Abonnieren
Posts (Atom)