17. März 2014

ENTHUSIASTEN, MENSCHENFISCHER - ENTHUSIASTS AND FISHERS OF MEN

Heute haben wir die Studientagung für Weltanschauungsfragen beendet. Die 26 TeilnehmerInnen aus Deutschland, den Niederlanden, Ungarn, Rumänien, Lettland, Russland und Georgien haben Kontakte geknüpft zu verschiedenen neuen und nicht ganz so neuen, aber wachsenden Gemeinden, und haben mit ihnen auch Gottesdienst gefeiert. Manches war nicht Jedermanns Sache, denn jeder betet doch etwas anders, aber es gab viele gute Anregungen. Vor allem bei der herzlichen und offeneren Begrüßung in den Gemeinden können wir noch einiges lernen. Es gab auch Momente, wo wir unsere eigenen Traditionen noch einmal neu schätzen lernten. Die Gemeinden in unseren evangelischen Landeskirchen machen auch Vieles richtig und so war auch der Vortrag von Pfarrerin Siebert über wachsende Gemeinden in der Evangelischen Kirche für uns sehr wichtig. Jede Gemeinde muss ihre eigenen Identität findet. Zu manchen gehört Pop oder Jazz, zu anderen Bach. Wir müssen wissen, wen wir erreichen und warum wir die Menschen gewinnen wollen. Und bei aller Zielgruppenorientierung sind Gottesdienste doch immer zuallererst für alle Menschen da. Es ist gut, dass es Gemeinden und Bewegungen wie Vineyard, Berlinprojekt, Campus Mission, Saddleback, Junge Kirche Berlin, ICF und Every Nation gibt, um diejenigen anzusprechen und ihnen einen Ort für ihren Glauben anzubieten, denen die Kirche aus welchen Gründen auch immer nichts sagt. Die meisten der Gruppen, mit denen wir sprechen konnten, verstehen sich nicht als Konkurrenz sondern als Ergänzung.

Today we ended our study conference. we were 26 participants from several European countries. We made contact with various faith groups and (growing) congregations in Berlin and enjoyed a small excerpt from the diversity of Berlin's Protestant and Free Church landscape. There has been some inspiration regarding the very warm welcome we received at every door wherever we asked to join in worship. Not every hymn or prayer was everybody's cup of tea. Worship is a very personal thing and there were moments when we rather cherished our own traditions. Every congregation needs to find their own identity and their own sound, be it pop, jazz or Bach. But we need to discover whom we hope to reach and what for - and realize that is nearly impossible to please everyone with the same worship service. But any worship service has to be open for everyone. The Protestant Church cannot preach to just one target group. It is good to know that there are congregations, churches and movements like Vineyard, Berlinprojekt, Campus Mission, Saddleback, Junge Kirche Berlin, ICF and Every Nation, to name a few, who speak to those who cannot be reached by the traditional churches for whatever reason that may be. Most of these faith communities do not see themselves as rivals to the church but an additional offer.


Kommentare:

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  2. Es war eine spannende und dichte Woche, die viel Spaß genacht hat, vielen Dank an die Gruppe, Horst - Dieter Mellies

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  3. Ja, Ergänzung statt Konkurrenz ist ein wichtiges Stichwort. Mir wurde in dieser Woche sehr klar, dass auch Menschen in ähnlichem Alter und mit ähnlicher kirchlichen Sozialisation ganz unterschiedliche Meinung zu einem Gottesdienst haben können. Was einer stimmig und gut findet, stört einen anderen. Unmöglich, dass ein Gottesdienst der Spiritualität von jedem Gemeindeglied einer parochialen Gemeinde entspricht, auch wenn die evangelischen Kirchen oft diese Erwartung haben und es als Ziel setzen. Wenn es aber so ist, dann ist es ganz wichtig, die einzelnen Gemeinde als Teil der ganzen Kirche Jesu Christi zu sehen und nicht als Konkurrenzkämpfer.
    Danke für die tollen Gespräche und Vorträge der Bibelwoche.
    Adel David

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  4. Ich sehe das wie Adel. Die parochialen Kirchengemeinden verdienen Anerkennung dafür, dass sie keine "Zielgruppe" bewusst auslassen wollen, denn Gottes Wort ist für alle Menschen da und muss also allen verkündet werden. Und sie verdienen Verständnis und Nachsicht, wenn ihnen das nahezu Unmögliche nicht gelingt. Es ist wieder so ein Beispiel für den Leib: es können ja nicht alle (tanzende) Füße sein. In diesem Sinne ist jede Gemeinde wichtig und kostbar und sollte lebendig und froh Gottesdienst feiern. Und ein bisschen Verkündigungsarbeitsteilung kann dabei auch nicht schaden, wenn die ungewohnte Form nicht den Inhalt verzerrt.

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  5. Eine sehr schöne Begegnung mit vielen Menschen aus verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Altersgruppen. Interessante Gottesdienste, die nicht immer überzeugten. Der Austausch war sehr lebendig und die Herausforderung, unterschiedliche Gemeindekonzeptionen kennen zu lernen, äußrst gewinnbringend. allen Teilnehmenden ein herzliches Dankeschön. U.K.

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    1. Mag sein, dass manche der Gottesdienst uns nicht ganz überzeugen konnten, aber eindrucksvoll war doch meist die Willkommenskultur. Hier lässt sich einiges annehmen, ohne dass wir unsere Botschaft oder unseren Gottesdienst verbiegen. Kaffee VOR dem Gottesdienst - so ging mir gesten (Sonntag der Sommerzeitumstellung) durch den Kopf - hätte auch die Nebenwirkung, dass man etwas munterer wäre, oder ist das schon Doping? Ich bin einfach kein Morgenmensch.

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