29. Oktober 2019

Europäische Bibeldialoge 2020!

*** for information in English, please scroll down
Das neue Halbjahresprogramm der Europäischen Bibeldialoge ist auf dem Weg! Anfang Februar geht es los mit einer Begegnungstagung zum Thema „DABEI SEIN IST (NICHT) ALLES. Kirche und Gesellschaft aktiv mitgestalten".  Sie findet statt vom 6. bis 10. Februar 2020 im Akademie Hotel Berlin und hier gibt es Informationen dazu: http://www.eaberlin.de/seminars/data/2020/ebd/dabei-sein-ist-nicht-alles

In Zeiten, in denen Politikverdrossenheit oder Wahlerfolge rechter Parteien auch in christlichen Gemeinden Thema sind, wollen auch die Bibeldialoge dazu beitragen, dass Gemeindeglieder sich gestärkt und informiert über ihre Religion in die gesellschaftlichen Diskurse einbringen.
Das Tagungsangebot der Europäischen Bibeldialoge finden Sie auch auf der Webseite der Evangelischen Akademie zu Berlin: http://www.eaberlin.de – Falls Sie gerne ein paar der Halbjahresprogramme per Post zum Auslegen oder weitergeben haben möchten, schreiben Sie uns einfach eine Mail an hahn@eaberlin.de

*** the new programme for the European Bible Dialogues is on its way. These days, when too many people are frustrated by politics; when the success of right wing political parties give reason for concern even in Christian congregation, the European Bible Dialogues wish to empower fellow Christians with information on our religion and by being a forum for an open exchange of thoughts on what our faith is based on: the Biblical message. If you are interested in those Bible Dialogues with English interpretation, please mail me: hahn@eaberlin.de
 

23. Oktober 2019

ESOTERIK UND ATHEISMUS - opposites or two sides of one coin?

Am Montag ging unser Bibeldialog zum Thema „WORAN MACHE ICH MEIN LEBEN FEST? Zwischen Esoterik und neuem Atheismus“ zu Ende – ein weites Feld, aber die beiden Begriffe, Atheismus und Esoterik hatten doch einiges gemeinsam: den Wunsch nach einer schnellen und klaren Antwort. Gott ist unverfügbar und unberechenbar; Gott lässt sich nicht einkaufen, nicht mit Geld und nicht mit guten Taten. Wie passt er denn dann in unsere Welt? Aber immerhin sind noch mehr als die Hälfte der Deutschen zahlende Mitglieder einer der beiden großen Kirchen. Ungezählt sind die, die zwar an Gott glauben, aber keine offiziellen Gemeinschaft angehören. Die Zahl der organisierten Atheisten nimmt sich im Vergleich sehr viel kleiner aus, aber schmerzlich viele gehören zu denen, die einfach ganz gut ohne Kirche oder Gott auskommen. Sie haben vergessen, dass sie Gott vergessen haben, haben nie viel von Gott erfahren und das Leben geht ja auch so ganz gut. In den Bundesländern der ehemaligen DDR ist man da schon zwei Generationen weiter. Was tun? Eine Sprache finden, die auch von denen verstanden wird, die die Kirchen schon lange nicht mehr suchen – außer nach Katastrophen vielleicht – dann wenn sonst niemand Worte findet, erwarten viele immer noch von der Kirche, dass sie etwas sagt, Trost schenkt, eine Sinn in der Tragödie erspürt.   Aber schnelle Antworten werden auch dann nicht geliefert. Das Leben ist zu komplex. Gott bleibt unverfügbar.

Monday we ended our Bibeldialogue on “WHAT DETERMINES MY LIFE? Between esotericism and new atheism”. A wife field, but the two realms of esotericism and atheism have a few things in common: the wish for a quick and tangible answer. God, on the other hand, cannot be bought, not with money and not with good deeds. God is out of our reach, intangible and unpredictable. How then does he fit in our modern world? More than half of Germans stil belong to one of the two big Churches and that doesn’t count those who believe in God but do not belong to any official community. The number of organized atheists is much smaller, but a painfully large number of people feel that they can do just fine without religion and without God. They have forgotten that they forgot God, never knew much about him anyway. In the former GDR-part of Germany people this has been the case for three generations by now. What to do? Find a language that can but understood by those who don’t look for a church ever – unless there has been a catastrophe – because when disaster strikes, when there are no answers to be found, many still expect the church to find words, to say something that gives solace, that allows to see a meaning behind a tragedy. But no quick and easy answers even then. Life is too complex. God remains intangible.

14. Oktober 2019

EUROPA. Continent der Versöhnung - Continent of reconciliation

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Gestern Abend kam ich aus Wroclaw (Breslau) zurück nach Berlin. 5 Tage mit vielfältigen Eindrücken liegen hinter mir und den Teilnehmer*innen des Bibeldialogs der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa. Unser Thema war „Europa. Kontinent der Versöhnung“. Gleich zu Beginn  der Tagung wurde überlegt, ob da nicht angesichts der Situation zwischen den Ländern Europas ein Fragezeichen angebracht gewesen wäre?  Populisten und Nationalistische Parteien punkten mit ihrer Abneigung gegenüber dem Projekt Europa. Man sieht die eigene (nationale) Identität in Gefahr, sieht sich fremdgesteuert und bevormundet, wo Kompromisse und Solidarität mit den Schwachen (in Europa selbst und in der Welt) nötig wären. Nicht nur in Polen und Deutschland gibt es diese Entwicklung. Was heißt das heute: Polnisch zu sein? Ungarisch oder tschechisch zu sein? ... Allerdings haben uns nicht nur der Gang durch das berühmte Viertel der gegenseitigen Achtung und der inspirierende Besuch in Kreisau (Krzyżowa) daran erinnert, dass Versöhnung nichts Fertiges ist, sondern mit dem Frieden erst beginnt. Die Teilnehmer*innen selbst brachten viele Erfahrungen und Erlebnisse mit, die sie zum Thema Versöhnung mit uns allen teilten. Welche Rolle können wir als Christen, wir als (evangelische) Kirchen im heutigen Europa spielen? Ist nicht der Einfluss der Institution Kirche oft auch missbraucht worden und deshalb nicht mehr relevant? Könnte die heutige verfasst Kirche (in Deutschland oder anderswo) noch einmal einen so bewegenden Anteil an den Geschicken eines Landes haben wie damals zum Ende der DDR-Zeit? Vielleicht liegt eine Chance in kleinen Kreisen ernsthaft glaubender Christinnen und Christen, die einander begegnen und offen miteinander sprechen, sich an die biblische Botschaft erinnern, einander auch versöhnend die Hände reichen - wie bei diesem Europäischen Bibeldialog?  Ohne Frage(zeichen): Europa muss Kontinent der Versöhnung bleiben.


Yesterday I arrived back in Berlin from our Bible Dialogue in Wroclaw. The encounter of the Community of Protestant Churches in Europe worked on the topic “Europe. A continent of reconciliation” and right at the start we were asked if a question mark might not be in order, considering present relations between European countries. Populism and nationalistic parties are gaining ground by their attacks on the project Europe. People see their (national) identities endangered; they feel patronized in the face of a need for compromise or solidarity with those weaker or poorer - in Europe as well as the rest of the world. Poland or Germany are not the only countries with such a development. What does it mean to be Polish today? To be Hungarian, Czech? ... It wasn’t just the walk through the famous Quarter of Mutual Respect, or the impressive trip to Krzyżowa (Kreisau) that reminded us that reconciliation is never finished, but rather begins after peace is established. The participants shared their own experiences and activities around the issue of reconciliation. We asked what role can we as Christians, what role can the (Protestant) Churches play in today's Europe? Has not the influence of Churches as an institutions also been abused by the powers in the past and is therefore irrelevant today? Could the Church accomplish once more a feat like in the final years of the GDR? Maybe the best chance lies in smaller, sincere faith groups, in people meeting across the borders of their minds to speak openly and freely, to hold out their hands in reconciliation – like in this European Bible Dialogue? In any case. No question mark at all: it is very clear that Europe needs to remain a continent of reconciliation.

30. September 2019

IMMER WIEDER GOLGATHA. Golgatha again and again

*** Please scroll down for english text. 
Immer wieder Golgatha. Wie können wir heute über das Kreuz predigen? Mit der Frage hat sich der Bibeldialog für Ehrenamtliche in der Verkündigung – Prädikantinnen und Prädikanten – vier Tage lang beschäftigt. Was bedeutet den Menschen das Kreuz Jesu? Möchten wir Karfreitag lieber zugunsten von Ostern schnell abhaken? Sind wir abgestumpft für die Leiden des Menschensohns angesichts all der Schreckensnachrichten in den Medien, der Leiden so vieler Menschenkinder heute? Es war spannend zu sehen und zu hören, wie sehr sich die Deutungen von Kreuzigung und Auferstehung über die Jahrhunderte gewandelt haben. Wir konnten in der Kunst sehen, in unseren Kirchenliedern hören und in der Literatur nachvollziehen, dass jede Generation ihre Deutung des Kreuzes für sich erschließen muss. Was überliefern wir, was lassen wir hinter uns? Es wurde auch deutlich, dass es die eine Deutung des Kreuzes auch heute nicht geben kann. Bis zuletzt, nach dem Nagelkreuz-Gottesdienst in der Gedächtniskirche, spürten wir, wie viel individuelle Deutung in jeder Christusdarstellung steckt und wie die letzte Interpretation bei uns dem*r einzelnen Betrachter*in bleibt. Aber da trägt uns das Motto der Gemeinschaft evangelischer Kirchen in Europa: Einheit in versöhnter Verschiedenheit. Genau da geschieht Bibeldialog.
*** Golgatha again and again. How can we preach the Cross today? That was the topic for our Bible dialogue for lay preachers last week. What does Jesus# cross mean to peopel today? Would be like to skip Good friday to head for easter as fast as we can? Have we grown numb towards the suffering s of the Son of Man in the face of the suffering of so many children of human kind that we see in the media? It was interesting to see how much the interpretations of the crucifixion and resurrection of Jesus has changed over the centuries. We could see in art, hear in our hymns and understand anew in literature, how every generation needs to find its own interpretation. What do we keep and what do we discard? Until the last morning after the Cross of Nails service at the Memorial Church, we could feel that there cannot be on correct way to interpret the cross, how the final understanding happens in our head as an individual. But this is where the motto of the Community of Protestant Churches in Europa can help us: Unity in reconciled diversity. This is exactly how Bible Dialogue happens.

24. September 2019

MUSIK PREDIGT - Music spreads the Gospel

Es war eine kleine Tagung mit nur 13 Teilnehmenden, die aber um so engagierter und interessierter: Wer singt, betet doppelt, soll Kirchenvater Augustinus gesagt haben. Zu Luther würde der Satz auch gut passen, denn in seinen Kirchenliedern konnte er die protestantische Theologie so in die Herzen der Gemeindeglieder schreiben, dass sie sie verstehen und mitsingen konnten. Und? Klingt das auch so froh und kräftig in unseren Gemeinden heute? Die Teilnehmer*innen waren vor allem ehrenamtlich in der Gemeindeleitung oder auch als Kirchenmusiker tätig.
Das Leitungsteam, das hier auch ehrenamtlich vorbereitet und mitwirkt, hat ein vielfältiges und zum Mitmachen anregendes Programm zusammengestellt. Mit den mitgebrachten Lieblingsliedern - unserer ganz eigenen kleinen Hitparade fing es an. Klar wurde, das für jede*n von uns ein Lied im Gottesdienst zu irgendeiner Zeit eine ganz besondere Bedeutung hatte und oft noch Jahre später nachklingt. Unser neu gewonnener Kantor Jürgen hat geduldig und begeisternd mit uns gesungen, auch wenn nicht alle Stimmen und Töne immer zusammenpassten. Verenas und Haralds Bibelarbeiten waren informativ und  - ja das geht - machten auch viel Spaß. Mehr Zeit für Gruppenarbeit wurde gewünscht, weil die Menschen in der Gruppe (aus Deutschland, Russland, Ukraine und Lettland) immer ein spannender Aspekt der Begegnung ist. Der Länderabend sollte definitiv nicht erst am letzten Abend sein.
Gelobt wurden auch immer wieder Natalies Andachten, die so liebevoll und auf unser Thema hin passend vorbereitet waren und uns so jeden Morgen den Start in den Tag beleuchteten.
Die Exkursionen in die Innenstadt zu musikalischen Andachtsformaten (Taizé im Berliner Dom und NoonSong in der Kirche am Hohenzollernplatz), waren nicht nur etwas für die Ohren, sondern ließen auch Ideen wachsen, wie die Musik in der Gemeinde zu Hause noch besser hörbar werden könnte, um die Menschen noch besser dort zu erreichen, wo das gesprochene Wort manchmal nicht ankommt. Ein besonderer Höhepunkt war aber auch unser Gastreferent. Mit viel Glück und Zufall gelang es, Fritz Baltruweit einzuladen, der uns an einem Nachmittag nicht nur wunderbare Bespiele seines musikalischen Schaffens nahe brachte, sondern der auch insgesamt eine wahren Inspiration war.

This was a small group but still international from Germany, Russia, Ukraine and Latvia. Our topic was how music can be a means to spread the gospel. We shared our favorite hymns and realized that every one of us has a t some point in life felt a special connection in a hymn that often stayed with us for years. s/he who sings, prays twofold, supposedly a quote by Augustinus, but it would have fit Martin Luther as well. Luther poured his theology into his songs in a way that ordinary people could understand and sing along with all their  hearts.
For inspiration we attended the Taizé-prayer at Berlin Cathedral, al lit up by only candles and the NoonSong at the Church at Hohenzollern Square with its magnificent choir.
The team - also volunteers - had prepared a great program from thoughtful morning prayers, informative and fun bible study to a lot of singing. More time for talks in smaller groupd would have been great becasue the participants are always an essential attraction of any of our Bible Dialogues and there never seems to be enough time. A special highlight was also - last not least - Fritz Baltruweit who didn't just let us hear some of his wonderful musical oeuvre but who was a true inspiration for us all.

28. August 2019

HUMOR IST WENN MAN TROTZDEM GLAUBT - Humour and Faith

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Lachen in der Kirche, geht das? Allerdings. Auch wenn es in manchen Ländern/Gemeinden noch nicht so oft beim Gottesdienst selbst empfohlen wird, so gibt es doch in unseren Gemeinden in ganz Europa viele tolle Aktivitäten. Junge Menschen aus Deutschland, Polen, Ukraine, Rumänien und Ungarn kamen zusammen um sich auch ganz konkret zu überlegen, wie sie ihre Gemeinden für junge Leute einladender machen könnten, wie Feste  zu feiern sein könnten, die alle erfreuen, so dass alle fröhlich sein können. Immerhin hat auch Jesus Wasser zu Wein gemacht – nicht um alle in den Vollrausch zubringen, sondern als Symbol für ausgelassenes feiern.  In Kana ging es um eine Hochzeit, am Sonntag geht es dafür um die frohe Botschaft. Es ging uns auch darum zu ermutigen, auch als ganz junger Mensch wirklich mitzureden in den Gemeinden. Wie man Gottesdienst auch ganz anders feiern kann, haben wir bei Hillsong erlebt. Tolle Musik, sehr bequeme Kinosessel ;-), Mittanzen sehr erwünscht. Das war gewöhnungsbedürftig.  Nicht jedermanns Sache, aber gut, wenn die Menschen auf vielen Wegen Gott begegnen und preisen können.  Es hieß dort u.A. , dass Gemeinschaft attraktiv ist und gut tut. Das konnten wir in unserer Gruppe auch erfahren. Danke an alle tollen Teilnehmer*innen und extra Dank an das ehrenamtliche Team und die unermüdlich übersetzenden Begleiterinnen aus den einzelnen Ländern.
Humour and Faith. Is it ok to laugh in church? We certainly laughed a good deal at our Bible Workshop. Young people from Germany, Poland, Ukraine, Hungary, Latvia and Romania  came together to come up with ideas on how to bring more joy into our congregation and their celebrations. Jesus turned water into wine, after all, not to get people dunk but symbolically to show that he wants people to have a good time and rejoice. At Cana it was all about a wedding. On Sunday in our churches it is about the Gospel, the good news. Our idea was also to encourage young people to speak up in their congregations and say what they need. We experienced worship in a different unfamiliar way at the Hillsong community, loud and joyful, maybe not to everybody’s taste, but there are many roads on which to encounter and praise God. We heard at the worship that unity and community are attractive and we certainly felt this in our group like brothers and sisters. A special thanks goes to all participants and of course our team and those who came along and interpreted almost non-stop.

LIEBE TUT DER SEELE GUT - Love heals the Soul

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Liebe tut der Seele gut.  Dieser Bibeldialog tat meiner Seele gut. Vom beeindruckenden Einstieg durch Superintendent  Bertolt Höcker, der ebenso mit detaillierten Kenntnissen beeindruckte wie mit einem wohltuend klaren Bekenntnis zu seiner geliebten Kirche – über die kenntnisreich vorbereiteten Bibeldialoge, sorgsam ausgewählten Filme zum Thema und Nachmittagsgesprächen bis zum wahrhaft wunderbaren Konzert bei Sonnenuntergang, war die Tagung ein Geschenk für mich.  Das lag natürlich nicht allein an unserem Team, die wie immer viel Arbeit und Liebe in die Vorbereitung gesteckt hatten, sondern auch an allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wie sich nicht erst beim gemeinsam gestalteten Abschlussgottesdienst zeigte, der wie immer ein Höhepunkt war.
*** Love heals the soul. That was our topic.  This Bible Dialogue was indeed balm to the soul. From the beginning with Superintendent Höcker’s input which showed profound knowledge of facts as well as a clear commitment and love for his Church, every day beginning with inspiring and well prepared Bible study, continuing with carefully chosen films on our topic or afternoon talks,all the way to a truly wonderful concert at sunset: this conference was a gift. Of course, this was not just due to the team of volunteers who prepared it all with love and care, but also and especially due to the participant. This became clear especially (but not only then) in our final worship that all participants had prepared and which was a very special highlight.

UNSER TÄGLICH BROT - Bread - much more than food

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Eine multinationale Familien-Bibelwoche mit Teilnehmer*inne zwischen 6 und 80 Jahren, aus Deutschland, Ungarn, Rumänien und der Schweiz – das ohne die diversen Migrationshintergründe…) musste bunt werden! Die Evangelische Gemeinde in Mediasch hat ein wunderschönes Zuhause für unsere ca 30 Teilnehmende geboten bis hin zum Backofen, wo wir bei allerlei Getränken und mit fröhlichen Liedern auf die duftenden Laibe gewartet haben.   Die Ausflüge nach Schäßburg und zur Kirchenburg in Meschen waren mehr als Landeskunde sondern vor allem gemeinsames Erleben. Im Zentrum standen natürlich die Bibelarbeiten rund um das Thema Brot, das so viel mehr bedeutet als einfach ein Grundnahrungsmittel. Es steht für alles, was der Mensch wirklich braucht. Dazu gehört und das konnten wir in dieser schönen Runde gut erfahren, auch die Gemeinschaft mit anderen.

***a multinational familiy-Bibleweek with participants between 6 and 80, from Germany, Romania, Hungary, Switzerland – (not counting various countries of origin): it had to be lively and colourful! The protestant congregation in Mediasch gave us a beautiful home, bread baking oven included. Excursions to Schäßburg and the church fortress in Meschen were more than learning about Transylvania but above all experiences community. Bible Study was in the centre of our conference. Our topic was bread, which means so much more than just basic food and nutrition. It stands for everything we human beings truly need. And that includes – as we could all experience in Mediasch – also community with brothers and sisters.

7. Juni 2019

Gesegnete Pfingsten - Blessed Pentecost

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Nun ist fast schon eine Woche vergangen, dass unser Bibeldialog zum Thema Heiliger Geist vorbei ist. Vieles lässt mich aber immer noch weiter nachdenken. Was „ Gottes Heilige Geistkraft“ ist, wie und wo sie wirkt, hat uns die Tage beschäftigt. Sind wir zu fordernd oder trauen wir Gott nicht zu, uns zu helfen?  Beten wir, damit Gott weiß, dass wir ihn brauchen? Vielleicht doch mehr, um uns selbst bewusst zu machen, dass wir Gott brauchen und uns so bereit zu machen für die Hilfe, den Beistand, den Trost, den uns sein Heiliger Geist schenken kann.  Es war bereichernd, auch mit Menschen aus freikirchlichen Gemeinschaften ins Gespräch zu kommen – in unserer Teilnehmer*innen-Gruppe selbst und beim Besuch beim Hillsong-Team, wo wir Willkommenskultur der ganz besonders schönen und warmherzigen Art erleben durften und natürlich gute Gespräche. Menschen Wege zu Jesus zu zeigen, sie erleben zu lassen, was mit der guten Botschaft, dem Evangelium  gemeint ist, das ist auch unsere Aufgabe als evangelische (und katholische, methodistische, baptistische…) Christ*innen. Wege gibt es da ja viele. Ich gehe sehr gerne in den ganz normalen evangelischen Gottesdienst – mit Orgel und Liturgie und einer anregenden Predigt. Ich freue mich über alle lieben Menschen, denen ich dort begegne, die mich kennen und sich ebenso freuen, mich zu sehen.  Bald ist Pfingsten, da werden einige Gedanken noch einmal neu aufkommen. Gibt es Raum in uns, in unseren Kirchen, in den der Heilige Geist hineinwehen kann? Euch, Ihnen allen gesegnete Pfingsttage!
*** It's been almost a week since we ended our Bible Dialogue on the Holy Spirit and there has been much food for thought. What is the Holy Spirit, where and how does it work? Those were our main topics in those days on Schwanenwerder. Are we too demanding or do we not trust enough in God to help us? Do we pray for God to know what ails us?Maybe we pray because we need to be aware of our need for God and thus open up for all help or comfort or solace that God#s Holy Spirit may give us. It was a blessing to get to speak with people from free church communities as well as "regular" church members: in our group of participants and with the Hillsong-team, who gave us a warm and generous welcome and also very good and inspiring talks. Showing people ways to find Jesus, letting them feel what the good message, the Gospel means in our lives, that is one of our tasks as Christians, whether we are Protestants, Catholics, Baptists, Methodists.... And there are many ways to take. I actually really like the worship at my Church, Berlin Cathedral, with organ music, liturgy and an inspiring sermon. I look forward to meeting with people there who know me and who are happy to see me. Soon we will celebrate Pentecost and i am sure some of the Bible Dialogue's thought will come back to me. Is there be space in me, in our churches where the Holy Spirit can blow as s/he likes? Blessed Pentecost to you all!

29. Mai 2019

Der Heilige Geist - The Holy Spirit

... weht ja, wo er will und hoffentlich auch bei unserem Bibeldialog zum Thema DEN GEIST DÄMPFET NICHT. Gottes heilige Geistkraft. Leider diesmal eine reindeutsche Tagung - bis auf Katalin aus Ungarn. Es ist der theologische Grundkurs für ehrenamtlich Engagierte.

Die Ausgießung des Heiligen Geistes bezeichnet den Beginn der christlichen Gemeinde. Die Apostelgeschichte des Evangelisten Lukas erzählt vom Pfingstfest und der Gabe des Geistes an die Jünger Jesu. Der Geist Gottes ist Kraftquelle, Ermächtigung, Trösterin, Friedensbotin und Motor der Völkermission.
Wir werden und mit dem zweiten Kapitel der Apostelgeschichte und der Erzählabsicht des Evangelisten Lukas beschäftigen. Ausgehend von diesem faszinierenden Bibeltext wird es Entdeckungen zur Situation der Jerusalemer Urgemeinde, ihrer Verwurzelung im rabbinischen Judentum und im Hellenismus geben bis hin zum sozialen Umfeld im ersten Jahrhundert.
Die heutigen Pfingstkirchen gehören weltweit zu den wachsenden christlichen Bewegungen und auch bei uns besinnen sich zunehmend Menschen auf lebendige Geist-Erfahrungen.Um darüber etwas mehr zu erfahren werden wir die Berliner Hillsong-Gemeinde besuchen. Die Bilder von ihren Gottesdiensten lassen wortwörtliche Begeisterung erkennen. Kennen wir Vergleichbares aus unseren Kirchen? Fehlt uns da etwas oder erleben wir den Heiligen Geist einfach nur anders?

Our topic this week in this theology basic course (another one of the Bible Dialogues)  is the Holy Spirit. This year with only one person from Hungary and otherwise all Germans. 
The pouring out of the Holy Spirit on Pentecost is seen as the birth of the Christian Church. We will read and discuss the second chapter of Acts and think about Luke#s motivation to tell the events as he did. we will learn about the situation of the early Christian congregations and how they were rooted in Judaism and Hellenic culture.  
Today's Pentecostal congregations are the ones that are growing world wide and in our Protestant churches more and more people are contemplating spiritual experiences. To learn more about this we wil visit the Berlin congregation of Hillsong. Images from their worship let us image living spirituality and enthusiasm. Do we experience anything like this in our churches? Is their something missing or do we experience the Spirit in another way?