Predigt zu Matthäus 11, 28-30 und Hebräer 13, 12-14 - den ersten teil der predigt habe ich gestern hier gepostet.
Unendlich schweres trägt Christus, unbestritten! Gerade in der Passionszeit erinnern wir uns dieser Größe und seinen Schmerzen. Und wohl niemand von uns kann so etwas aushalten. Weshalb bringt Jesus gerade sein schweres Joch und fordert uns, es IHM gleichzutun und zu lernen?
Zu schnell! Klar diese Frage drängt sich auf. Aber
zuvor spricht Jesus eben die so großartige Einladung aus. Kommt her zu mir alle,
die ihr schwer tragt, ich will euch erfrischen. Das war und ist in einer Welt voll
von politischem Stress, sozialer Ungerechtigkeit, nationaler Traurigkeit das ersehnte
Gotteswort. Christi Angebot der Ruhe außerdem eine erfrischende, direkte Alternative
zu geistiger Müdigkeit. Damals die Tempelzerstörung, heute massenhafte Kirchenaustritte!
Christus bietet die unbequeme, aber zeitgemäße
und hoffentlich lebensverändernde Lösung. Nehmt, wie ich. das Joch auf euch und
verkündet Gottes Reich, sanftmütig und dien-mütig
von Herzen. So schafft Gott in Christus Recht. Ist das die Botschaft, die wir am
Sonntag Judika gelernt haben?
Laut und mit Zorn vertrieb Er, der empörte Jesus,
die Händler aus dem Tempel. Einspruch und Widerstand gehören zu Gottes Recht. Überzeugt
und glaubhaft spricht unser Heiland demzufolge: „Mein Joch ist sanft, und meine
Last leicht.“ Wie so oft, schwer begreiflich und durchaus unbequem, unser Lehrer.
Bin ich also gerufen, in seinem Sinn weiterzumachen um zu leben? Jesus Christus,
unverfügbar, für mich Menschenkind das Gotteskind. Eben nicht nur klein und niedlich
im Stall oder dem Arm seiner Mutter. Aber liebend bis in alle Ewigkeit.
Die am Urtext nahe BB übersetzt: Kommt her zu mir
alle, die ihr euch abmüht und belastet seid! Ich will euch Ruhe schenken. Nehmt
das Joch auf euch, das ich euch gebe. Lernt von mir: Ich meine es gut mit euch und
sehe auf niemanden herab. Dann werden eure Seelen Ruhe finden. Denn mein Joch ist
leicht. Und was ich euch zu tragen gebe, ist keine Last.
Tröstlich, hier ist endlich von Ruhe die Rede.
Nicht Unruhe über schwere Texte soll meine Seele beschweren. Interessant – nehmt
auf euch das Joch, das ich euch zu tragen gebe. Wir sind nicht gefordert, die Welt
zu erlösen. Das ist und bleibt Christus Werk. Das er jedem und jeder von uns eine
Aufgabe, Talente und Kraft, nicht zuletzt den HL Geist schenkt, damit kann ich schon
eher leben. Klar, nicht immer ist es leicht oder bequem Christus zu folgen. Ich
bin gefragt, meine Mitmenschen als Geschwister zu lieben, eben auch die Unbequemen.
Halten wir uns an notwendige lebendige WORT. ER, der Gottessohn, meint es gut mit
uns, gibt uns keine Lasten, die wir nicht tragen können.
...und morgen folgt hier der dritte und letzte Teil der predigt, die uns Elke, Prädikantin aus Lemgo, geschickt hat. Danke für deine anregenden Gedanken.
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