24. März 2026

Predigt auf dem Weg nach Ostern | Teil 2

Predigt zu Matthäus 11, 28-30 und Hebräer 13, 12-14 - den ersten teil der predigt habe ich gestern hier gepostet.

Unendlich schweres trägt Christus, unbestritten! Gerade in der Passionszeit erinnern wir uns dieser Größe und seinen Schmerzen. Und wohl niemand von uns kann so etwas aushalten. Weshalb bringt Jesus gerade sein schweres Joch und fordert uns, es IHM gleichzutun und zu lernen?

Zu schnell! Klar diese Frage drängt sich auf. Aber zuvor spricht Jesus eben die so großartige Einladung aus. Kommt her zu mir alle, die ihr schwer tragt, ich will euch erfrischen. Das war und ist in einer Welt voll von politischem Stress, sozialer Ungerechtigkeit, nationaler Traurigkeit das ersehnte Gotteswort. Christi Angebot der Ruhe außerdem eine erfrischende, direkte Alternative zu geistiger Müdigkeit. Damals die Tempelzerstörung, heute massenhafte Kirchenaustritte!

Christus bietet die unbequeme, aber zeitgemäße und hoffentlich lebensverändernde Lösung. Nehmt, wie ich. das Joch auf euch und verkündet Gottes Reich, sanftmütig und dien-mütig von Herzen. So schafft Gott in Christus Recht. Ist das die Botschaft, die wir am Sonntag Judika gelernt haben?

Laut und mit Zorn vertrieb Er, der empörte Jesus, die Händler aus dem Tempel. Einspruch und Widerstand gehören zu Gottes Recht. Überzeugt und glaubhaft spricht unser Heiland demzufolge: „Mein Joch ist sanft, und meine Last leicht.“ Wie so oft, schwer begreiflich und durchaus unbequem, unser Lehrer. Bin ich also gerufen, in seinem Sinn weiterzumachen um zu leben? Jesus Christus, unverfügbar, für mich Menschenkind das Gotteskind. Eben nicht nur klein und niedlich im Stall oder dem Arm seiner Mutter. Aber liebend bis in alle Ewigkeit.

Die am Urtext nahe BB übersetzt: Kommt her zu mir alle, die ihr euch abmüht und belastet seid! Ich will euch Ruhe schenken. Nehmt das Joch auf euch, das ich euch gebe. Lernt von mir: Ich meine es gut mit euch und sehe auf niemanden herab. Dann werden eure Seelen Ruhe finden. Denn mein Joch ist leicht. Und was ich euch zu tragen gebe, ist keine Last.

Tröstlich, hier ist endlich von Ruhe die Rede. Nicht Unruhe über schwere Texte soll meine Seele beschweren. Interessant – nehmt auf euch das Joch, das ich euch zu tragen gebe. Wir sind nicht gefordert, die Welt zu erlösen. Das ist und bleibt Christus Werk. Das er jedem und jeder von uns eine Aufgabe, Talente und Kraft, nicht zuletzt den HL Geist schenkt, damit kann ich schon eher leben. Klar, nicht immer ist es leicht oder bequem Christus zu folgen. Ich bin gefragt, meine Mitmenschen als Geschwister zu lieben, eben auch die Unbequemen. Halten wir uns an notwendige lebendige WORT. ER, der Gottessohn, meint es gut mit uns, gibt uns keine Lasten, die wir nicht tragen können.

...und morgen folgt hier der dritte und letzte Teil der predigt, die uns Elke, Prädikantin aus Lemgo, geschickt hat. Danke für deine anregenden Gedanken.


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