20. Januar 2026

Predigt zu Jesaja 42, 1-9 | Teil 2

Heute der zweite Teil zu Elkes Predigt . Den ersten Teilhabe ich gestern gepostet. Man hat mir gesagt, die Post sollten nicht sooo lang sein...

Er, das Gotteskind, bleibt seinem Auftrag treu und sorgt für Recht. Auch das erleben Menschen, ich erinnere an die friedliche Revolution in unserem Land. In Kirchen und mit Gebeten und Kerzen gegen Staatsgewalt und Angst nahm sie ihren Anfang.

Er wird nicht müde und bricht nicht zusammen, bis er auf der Erde das Recht durchsetzt hat. Plötzlich Zukunftsperspektive! Das Gotteskind, dass niemals müde wird bis sich Recht durchsetzt. Ja, wir leben noch nicht im Paradies, sondern in der Welt mit allen Konflikten. Welches Recht gilt? Gab nicht Christus sein Leben für Gottes Recht, dafür, dass ich trotz vieler Vergehen leben darf?

Sogar die fernen Inseln warten auf seine Weisung. Ferne Inseln sind womöglich auch Unbelehrbare, die im Grunde ihrer Herzen auf richtungs- und lebensweisende Worte warten. Mächtige wie Ohnmächtige. Allmächtiger, wie lange noch?

Gott, der Herr, ist es, der den Himmel geschaffen hat und ihn ausspannt wie ein Zelt. Er breitet die Erde aus und lässt Pflanzen auf ihr wachsen. Unbestritten, dass unser Vater Himmel und Erde geschaffen hat. Wie sonst könnte sie so wunderbar, auch an einem recht kalten Wintertag, wie ein warmes Zelt sein. Mensch, Vieh und Pflanzen werden ernährt und erfreuen mich zu aller Zeit. Wo aber bleibt die Gerechtigkeit? Noch immer leiden viele Hunger und Durst. Darf ich mit Gottvater streiten?

Er gibt den Menschen auf der Erde Atem und Lebensgeist denen, die auf ihr wohnen. Das ist keine Zukunftsmusik, sondern erlebbare Realität von der Geburt bis zum Tod. Wie sähe es sonst aus in unserer Welt? 

Neun herausfordernde Verse des Propheten Jesaja. Und immer bin ich selbst als Christ, als Christin, angesprochen. Auch zu uns spricht Gottvater: Ich, der Herr, bin dir treu. Ich habe dich gerufen, ich nehme dich bei der Hand und beschütze dich.

Ein so gutes mutmachendes Wort - nicht nur zum Jahresanfang. Worte, die natürlich erst einmal an den Messias und das Volk Israel im Exil gerichtet waren und nachösterlich auch uns bis in Ewigkeit gelten. Auch das göttliche Menschenkind, geboren im Stall und schon bald auf der Flucht, braucht Trost, mutmachende Worte und Schutz wie Gottes Segen. Besonders in der folgenden Verheißung:

Durch dich zeige ich meine Verbundenheit mit den Menschen. Ich mache dich zum Licht für die Völker. Licht für die Völker, also nicht nur für die bedrohten Völker! Verbundenheit mit allen Menschen! Das Menschenkind Jesu hört und lebt das mit Gottvertrauen und folgt treu jederzeit allen göttlichen Rufen. Wenn wir es damit nur nicht so schwer hätten!

Du wirst Blinden die Augen öffnen und Gefangene aus dem Kerker holen. Die im Dunkel sitzen, befreist du aus ihrer Haft.
Ich bin der Herr, das ist mein Name. Meine Ehre lasse ich mir von niemandem nehmen.
Das Lob, das mir zusteht, überlasse ich nicht den Götzenbildern.
Was ich früher vorhergesagt habe, ist eingetroffen. Jetzt kündige ich Neues an.
Noch ehe es zum Vorschein kommt, lasse ich es euch wissen.

Gottes Plan stand fest, lange vor Christi Geburt. Mit der Jahreslosung verspricht der Ewige: Siehe ich mache alles neu. Trotz Zweifel und Fragen will ich dem lebendigen Wort, dem göttlichen Geheimnis vertrauen.  

Denn es spricht zum Menschenkind, zu dir und mir.
Was immer du siehst, schaue hindurch mit deinem Herzensauge. Was immer du hörst, lausche hindurch mit deinem Herzensohr.
So wird dich MEINE Wahrheit erreichen und du hörst meine MEINE sanfte Stimme, die allen äußeren Lärm durchdringt.
Bist du stille, jubelt dein Herz in MEINER Geborgenheit. Bist du ausgerichtet, findest du Einheit mit MIR. Bist du dienmütig, bricht dich keine Gewalt. Bist du geduldig, kommt dir das Ziel entgegen.
Lass Meinen göttlichen Atem durch dich strömen zu allem und allen, so bleibt Meine Liebe durch dich am Fließen.
Beginne jetzt, du, MEIN Ebenbild!  
(nach Franz - Xaver Jans – Scheidegger)

Erinnern sie sich an ihr Christusbild (gestern). 2026 und bis in alle Ewigkeit dürfen wir hören und sehnen, fühlen und loben das lebendige Gotteskind

Danke für deine Worte, liebe Elke! 

19. Januar 2026

Predigt zu Jesaja 42, 1-9 | Teil 1

Elke, Prädikantin aus Lemgo hat wieder eine Predigt geschickt, die ich heute mit Euch teilen möchte.

Gott stellt seinen Knecht vor und befreit durch ihn

Schließen sie für einen Moment die Augen und stellen sich Jesus Christus vor. Verschiedene Bilder gehen uns durch Kopf und Gefühl. Und wahrscheinlich, je nach Bedürftigkeit, auch jeden Tag andere. Wie wohltuend, wenn Gott Vater selbst uns seinen Sohn vorstellt. Wir hören das in den Worten des Propheten Jesaja aus dem 42. Kapitel, geschrieben etwa vor 2650 Jahren. Das Menschenkind Jesu ist noch gar nicht geboren. Doch strahlt in jedem Satz bereits das Gotteskind, von dem die Sternsinger, manch andere Weise, du und ich jedes Jahr so gern singen und erzählen.

Jesaja beginnt mit einer knappen Aufforderung und einem Versprechen in einen Satz: Seht, das ist mein Knecht, zu dem ich stehe. Gott selbst hat Jesaja diese Worte in den Mund gelegt. Er fordert zum Hinschauen, zum Ansehen des Sohnes auf und verspricht, dass er zu diesem Gotteskind steht. Mich macht das heute neugierig. Und zugegeben, die nächsten Sätze erwecken durchaus Zwiespalt in mir:

Ich habe ihm meinen Geist gegeben. Er sorgt bei den Völkern für Gerechtigkeit. Gottes Geist in Christus, davon erzählen seine Weggefährten überzeugend. Ich bin sicher, ohne Gottes Geist gelingt nichts. Gerechtigkeit für die Völker, darauf warte ich verzweifelt, weil ich doch immer noch mehr Ungerechtigkeit sehe. Da bleibt mir Beten und Bitten mit Flehen, zuweilen recht laut.

Er, also das Gotteskind, schreit nicht und ruft nicht laut. Seine Stimme schallt nicht durch die Straßen. Gemäß meiner Ungeduld und meiner Natur bin ich enttäuscht. Erst recht beim Anblick der unendlich vielen Opfer hätte ich gern den laut rufenden empörten Christus, der überall gut zu hören ist. Gotteskind erbarme dich und hilf! Zumindest, folgt jetzt ein doch tröstendes Versprechen:

Ein geknicktes Schilfrohr zerbricht er nicht. Einen glimmenden Docht löscht er nicht aus. Hoffnung blüht auf! Ja, und eigene Erfahrung erzählt dankbar. Schon oft war ich angeknackst, sehr geknickt, schon oft in Gefahr, dass mein Feuer ausging. Und trotzdem ging und geht es weiter, - In allem Gott ganz nah, zeitweise der Heiland gefühlt auf meiner Bettkante, neben und in mir. Ganz erfüllt meine Vorstellung vom Retter auch meiner kleinen Welt. Und das ganz still und leise. Gott sei Dank, Gotteskind! Ich ahne:

Er bleibt seinem Auftrag treu und sorgt für Recht. Auch das erleben Menschen, ich erinnere an die friedliche Revolution in unserem Land. In Kirchen und mit Gebeten und Kerzen gegen Staatsgewalt und Angst nahm sie ihren Anfang. 

Und morgen geht es hier weiter mit dieser Predigt. Danke, Elke. 

16. Januar 2026

Das Wochenende im Berliner Dom

Vorgestern beim Abenddialog im Sophie-Charlotte-Saal im Berliner Dom war die Tür zur Predigtkirche schon geschlossen, aber von drinnen her ertönte Orgelmusik und ich freue mich auf den Sonntags-Gottesdienst, den ich aber vermutlich doch wieder am Computer erleben werde. 

Sonntag, dem zweiten nach Epiphanias, um 10 Uhr beginnt der Gottesdienst mit Abendmahl (parallel mit Kindergottesdienst) und eben auch als Live-Übertragung auf https://www.berlinerdom.de/live

Die Predigt hält Pfarrer Christopher Schuller, der auch durch die Liturgie führen wird. An der großen Sauer-Orgel hören Sie Domorganist Andreas Sieling. Für englischsprachige Gäste steht unsere Besucher Loge J bereit, wo Simultandolmetschen ins Englische angeboten wird.

Das Dom-Wochenende beginnt aber natürlich schon am Samstag um 18.00 Uhr mit der Stunde der Dommusik - Choral Evensong  diesmal wieder nach anglikanischer Tradition und mit dem English Choir Berlin unter der Leitung von William Peart; an der Orgel: Marco Heise. Das allerdings nur direkt im Dom.

Euch/Ihnen allen ein gesegnetes Wochenende
Eure/Ihre Tamara

 

15. Januar 2026

Gleich zweimal Frieden bei den Bibeldialogen

Am Montag kamen über 50 Menschen online zusammen, um mit Holger Schmidtke über Pazifismus zu sprechen. Hat der Pazifismus etwa ausgedient? Wenn Imperien andere Länder brutal überfallen, kan man da noch radikal auf Gewalt verzichten? Vielleicht können wir aber im alltäglichen Miteiannder friedfertiger sein, reden und handeln. Selten sind die Dinge so einfach in Gut und Böse einzuteilen. Gewaltverzicht um jeden Preis heißt auch, Schwächere der Gewalt eines Angreifers auszuliefern. Den Preis zahlen dann eben diese Schwächeren. unser Theologe Holger Schmidtke ließ sich nicht verleiten, in die politische Kristallkugel zu schauen, aber er schenkte uns eine Auflistung von Zitaten aus christlichem, jüdischen und muslimischen Kontext, die alle gegen Gewalt und für Liebe und Vergebung sprechen. Auch wenn es all zu viele Beispiele von Vertreter*innen ebenfalls aller Religionen gibt, die alles andere als frieden schaffend wirkten und wirken: Niemand kann irgendeiner der Religionen wirklich als Rechtfertigung für Gewalt und Krieg hernehmen. 

Auch gestern am Mittwoch, diesmal im Berliner Dom, gab es lebhafte Diskussionen, nachdem Akademiedirektorin Dr. Friederike Krippner die neue EKD-Denkschrift „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick“ vorgestellt hat. Genau das ist es: eine Schrift zum selber Denken. Sie bietet keine fertigen Rezepte an, sonder bietet Orientierung in einer zunehmende verwirrenden Zeit. Was nehme ich vom gestrigen Tag mit? Was mich betrübt und zugleich auch hoffen lässt: 

"Unsere Welt ist unerlöst. Hass und Gewalt stehen der von Gott gewollten Gerechtigkeit und Nächstenliebe entgegen. Der Mensch ist „gerecht und Sünder zugleich“, wie es der Reformator Martin Luther ausdrückte. Das bedeutet, dass jeder Mensch sowohl zum Guten als auch zum Bösen fähig ist."

Mehr zur Denkschrift finden Sie hier auf der Website der EKD: https://www.ekd.de/friedensdenkschrift-2025-zusammenfassung-92808.htm

 

 

8. Januar 2026

Friedlich fängt das Jahr nicht an...

... aber bei den Europäischen Bibeldialogen ist Frieden unser erstes großes Thema.

am 12. Januar geht es bei uns los mit der Reihe "Frag doch mal", unseren Online-Dialogen zu Glaubensfragen und dem Thema "Pazifismus: Unmöglich und unverzichtbar"Ist Pazifismus in der heutigen Zeit eine realistische Haltung oder eine Utopie? Sind Pazifist*innen naive Träumer*innen oder auf dem einzig richtigen Weg hin zu mehr Frieden in der Welt? Unstrittig ist: Sich deutlich pazifistisch zu positionieren, ist nichts für Konfliktscheue. Viele Gedankenanstöße dazu finden wir in der Bibel und bei anderen Religionen. Der Pazifismus, den Jesus praktizierte, war aktiv und kraftvoll und stellte das Prinzip von Gewalt und Rache in Frage. Was verstehen wir heute unter Pazifismus? Und welche Rolle sollte er spielen – für uns individuell und in der Gesellschaft?
Nach einem kurzen einstieg unseres Theologen Holger Schmidtke, können Sie Fragens stellen und miteinander diskutieren. Anmelden kann man sich hier: Pazifismus – Evangelische Akademie zu Berlin  Wir schicken dann den Link.

Am 14. Januar gibt es dann die Möglichkeit, im Berliner Dom persönlich mehr zu erfahren: "Selig sind die Friedfertigen!" Zusammen mit Akademiedirektorin Friederike Krippner und Dompredigerin Christiane Münker wollen wir einen Blick in die aktuelle Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche werfen und darüber nachdenken, was wir als Kirche und Zivilgesellschaft tun können, um einem Gerechten Frieden den Weg zu bereiten. Verbindliche Anmeldungen bitte hierhin: Selig sind die Friedfertigen! – Evangelische Akademie zu Berlin

Mehr Informationen auf unserer Website. Beide Veranstaltungen sind für die Teilnehmer*innen kostenlos, aber wir bitten dennoch um verbindliche Anmeldungen, da die Plätze begrenzt sind (auch online, obwohl da natürlich eine größere Zahl zusammen kommen kann). 

7. Januar 2026

Gedanken zur Jahreslosung

Hans Klein aus Hermannstadt hat mir Neujahrsgrüße geschickt. 

Mit der Jahreslosung hatte er zunächst Probleme. 

"Sie sind gelöst worden. Ich lese sie so:

"I C H mache alles neu " (nicht ihr Diktatoren)
und ich denke mir dazu:

"Ihn, ihn lass tun und walten
er ist ein weiser Fürst
und wird sich so verhalten,
dass du dich wundern wirst,
Getrost lass ihn regieren
er wird mit weisem Rat 
zu gutem Ende führen,
was dich bekümmert hat."

Danke, lieber Hans; damit kann ich auch gut ins Jahr starten!

1. Januar 2026

Neujahrsgrüße aus Lemgo

Ein neues Jahr hat angefangen, und ich will vesuchen, wieder etwas häufiger zu bloggen. Die Woche bin ich allerdings noch im Urlaub und will das auch pflegen. Aber da mir Elke aus Lemgo einen schönen Neujahrstext geschickt hat, ist der gute Anfang leicht gemacht!
Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! 2 Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? 3 Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. 4 Und wohin ich gehe - den Weg dorthin kennt ihr. 5 Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir dann den Weg kennen? 6 Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. (Johannes 14, 1-6)
Wie oft manchen wir uns im Leben auf den Weg? Für unsere Ankunft Christus hat uns einen Platz vorbereitet! Welch vielversprechende Aussicht! Wenn ich jemand erwarte, mache ich es gern besonders schön. Mit viel Liebe bereite ich vor, wie und womit ich den anderen willkommen heißen will. Mit wieviel mehr, mit wieviel größerer, mit welch bedingungslosen Liebe ist unser Heiland für uns unterwegs, um uns einen Platz in seines Vaters Haus zu bereiten. Und Platz ist für alle, denn viele Wohnungen sind im Hause des VATERS.
Wohin ich gehe, liebe Gemeinde? Am Neujahrstag fragen das viele. Bestimmt auch die Kirche und unsere Gemeinden. Ein hoffnungsvolles Zeichen: Zusammen sind wir unterwegs als Gemeinde Christi. In den letzten Monaten haben wir oft gehört, dass wir uns auf erheblich geringere Einnahmen einstellen müssen. Ohne Sparmaßnahmen geht es also in Zukunft nicht. Ich hoffe, wir haben gemeinsam weiter zum Ziel, ein ansprechender Platz für viele zu sein. Christus verspricht: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Darauf können wir uns in all unseren Überlegungen, in allen Befürchtungen und auch mit all unserm Mut immer verlassen. Es ist ja nachhaltig Christi Kirche, mit der wir unterwegs sind. Der Weg, der uns versprochen zum Ziel führt, die Wahrheit, die uns beständig trägt und das Leben, das uns auch 2026 hoffnungsvoll einlädt.
Mit diesem Christus, diesem lebendigen Wort will ich gern unterwegs sein, neue Wege ausprobieren und mich erwartungsfroh einlassen auf das, was kommt. Wenn Christus der Weg ist, sind wir alle auf ihm bereits ins neue Jahr gelaufen. Eine respektlose Vorstellung? Oder ein mutiger wie herausfordernder Neuanfang? Die Jahreslosung 2026 macht doch neugierig: Siehe, ich mache alles neu. Schön, wenn wir diesem NEUANFANG freudig entgegensehn und auch ungewohntes anpacken. Unser Vater segnet, da kann doch kaum etwas schiefgehen? Bleiben wir gemeinsam auf dem Weg.
Liebe Elke, danke für die guten Worte auf dem Weg. Dir und allen Blogleser*innen einen guten Start in ein gesegnetes neues Jahr.
Eure Tamara 

18. Dezember 2025

Ein später Adventsgruß

 Es war ein bewegter Herbst für mich und so kam ich gar nicht dazu, mich um den Bibeldialogs-Blog zu kümmern, Für 2026  verspreche ich, mich zu bessern 

 Aber ganz ohne Advents-Post will ich das Jahr dann doch nicht beenden, zumal Hans Klein in Hermannstadt mit wieder ein Gedicht geschickt hat

Advent 2025

Auf der Suche nach dem,

was dringend nötig,

was auf Dauer sehr wichtig,

was heute hilfreich

und nützlich ist

sind wir zerrissen,

Wenige meinen,

zu wissen,

was getan werden muss,

heute, auf Dauer,

grundsätzlich,

und bewirken

Unsicherheit und Leiden.

O Gott, mach ein Ende

unserer Zerrissenheit.

Gib uns eine neue Ausrichtung,

das Rechte zu denken,

das Richtige zu tun.

Führe uns zur Mitte

zu dir.

                      Wir warten und hoffen

                      Weihnachten bringt

      den Kontrapunkt.


Danke, lieber Hans! ich freue mich schon sehr auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr, aber mehr dazu dann im Januar!


Euch allen gesegnete Weihnacht und kommt gut ins neue Jahr

Eure Tamara


26. August 2025

Frauen ander Macht? Bibeldialog im Kloster Stift zum Heiligengrabe

 *** If you wish to read this post in English, please let me know: hahn@eaberlin.de

Morgen geht es los im Klosterstift zum Heiligengrabe. Frauen an der Macht? Es schien uns, also dem Leitungtesteam und mir, nur logisch, dass wir uns nach dem Thema Pilgern letztes Jahr nun von den klugen Frauen hinter Klostermauern zum nächsten Thema anregen zu lassen. Aber klar wird es nicht allein ums Mittelalter gehen, sonder auch um die Mütter des Grundgesetzes und um die Frauen der Wendezeit. Und um mutige Frauen heute. 

Ich hatte schon ein paar spannende Gespräche am Telefon mit Teilnehmerinnen.  

Werbung muss ich ja keine mehr machen, denn die Tagung ist  ausgebucht. 

Im Kloster Stift zum Heiligengrabe werden wir uns also mit Äbtissinnen, Politikerinnen, Künstlerinnen und anderen damals und heute wirkmächtigen Frauen näher beschäftigen. Wir wollen dabei insbesondere der Frage nachgehen, inwiefern überkommene Rollenvorstellungen uns bis heute prägen. 

Und wenn solche Rollenvorstellungen und oder das Kloster Stift sehr spannend klingen: vom 3.-5.10. geht es dann um Daring to Know. Women and Voice . da sind noch Plätze frei. 

23. August 2025

Gottesdienste zum Israelsonntag im Berliner Dom und online

*** If you wish to read this post in English, please let me know: hahn@eaberlin.de.

Das kommende Wochenende am Berliner Dom wird wieder musikalisch, aber am Samstag muss man dazu eben doch in Berlin sein. Die dreiviertel Stunde der Dommusik ab 18 Uhr und mit dem Staatsunddomchor haben wir früher Dom-Vesper genannt. Landeskirchenmusikdirektor Prof. Dr. Gunter Kennel spielt an der (sehr) großen Sauerorgel Werke von Bach, Mendelssohn und Bloch.

Am Sonntag um 10.00 (bis ca. 11.30 Uhr) feiern wir im Dom zu Berlin den Gottesdienst zum Israelsonntag mit der Überschrift: Kirche und Israel. Das gibt es auch wieder als Live-Übertragung auf https://www.berlinerdom.de/live.

Es predigt Rabbinerin Jasmin Andriani und musikalisch wirken außerdem Kantor Yoed Sorek und and er Sauerorgel Marco Heise mit. Wer Gäste zu Hause hat, die kein Deutsch verstehen, aber Englisch, kann sich den ganzen Gottesdienst sogar in einer der Logen übersetzen lassen.

Um 18.00 – 19.00 Uhr gibt es dann noch einen zweiten Gottesdienst mit Abendmahl zum Israelsonntag mit dem Thema Gedenken der Zerstörung Jerusalems. Am Abend predigt mein Kollege in der Studienleitung der Evangelischen  Akademie zu Berlin, Pfarrer Dr. Christian Staffa, der auch Beauftragter der Evangelischen Kirche für den Kampf gegen Antisemitismus ist.

Und wer wie ich nicht genau zu 10 Uhr live mit-streamen kann, findet die Gottesdienste auch noch später in der Mediathek des Berliner Doms. Abends muss man aber dann doch selbst in den Dom…

Euch/Ihnen allen ein gesegnetes Wochenende
Ihre/Eure Tamara