Auch wenn unser Jugendseminar GIVE PEACE A CHANCE (https://www.facebook.com/schulprojektWN?fref=ts)
erst übermorgen losgeht, die Vorbereitung läuft natürlich schon lange.
Eben habe ich ein paar Poster vom Wettbewerb des Geschichtsfestivals
gepostet. Und eine Webseite möchte ich auch gerne empfehlen: http://www.peace-counts.org/.
Zusammen stellen sie zwei unserer Schwerpunkte im Seminar dar: Gedenken
an die Kriege dieser Welt, nicht nur die vergangenen, und überlegen,
was man aktiv tun kann um Frieden zu
stiften. Das wollen wir also in berlin diskutieren mit ca 30 Menschen
aus Deutschland, Österreich, Ukraine, Rumänien und Ungarn. Die meisten
sind Schüler oder Studierende (Ein paar von uns sind aber schon älter,
z.B. die Begleiter) Ich versuche, die Tage regelmäßig hier und auf Facebook (https://www.facebook.com/bibeldialoge) zu posten und lese auch
alle Kommentare. Wäre schön, wenn außer uns 30 Leuten auch noch Andere
ihre Gedanken einbringen.
Grüße aus Berlin
Tamara
Even if our youth seminar GIVE PEACE A CHANCE doesn't begin until Thursday afternoon, the team and I as well as the school class in Austria have been preparing for a while. I posted some posters from a competition at a history festival to remember the first world war. These are the two main points in our seminar: how we think of wars, not only those in the past, and what we can do to create peace. We wil be 30 people, mostly students from Germany, Austria, Ukraine, Romania and Hungary. It would be great if others also commented and sent their thoughts via blog comment or on facebook.
Greetings from Berlin
Tamara
EUROPEAN BIBLE DIALOGUES: Most posts will be both in English and in German on request; comments please in either of these languages - Die meisten Posts werden auf Wunsch zweimal, deutsch und englisch, eingestellt; Kommentare bitte auf Deutsch oder Englisch.
29. September 2015
28. September 2015
GEMEINDE LEBEN - Living church
Gestern ging der Bibeldialog für Ehrenamtliche
in der Gemeindeleitung zu Ende. Wir waren eine recht kleine Gruppe, weil leider
einige kurzfristig absagen musste, aber umso intensiver waren die Gespräche. Uns
allen war die Sorge um das lebendige Fortbestehen der Gemeinden gemeinsam und
wir diskutierten sehr lebhaft über die Frage, wie weit sich Gemeinden anpassen
müssen an die Erwartungen der Menschen heute und wo man beginnt, sich aufzulösen
im Zeitgeist, nicht mehr erkennbar wird. Ein Besuch in der Berliner
Stadtmission konnte uns zumindest ein eindrucksvolles Beispiel geben, wie man
diakonisches Handeln eben auch als Verkündigung verstehen kann und sollte. Unsere
Gemeinden sind natürlich keine so großen Einrichtungen, aber die Mitgebrachten Beispiele
der diakonischen Arbeit, von der ehrenamtlichen Unterstützung sozialer Einrichtungen
bis zum Kirchenasyl und dem Engagement für Geflüchtete sind nicht weniger
kostbar und lebendiger Ausdruck von Gottes Wort.
Ein Pfarrer in Siebenbürgen hat mich vor ein paar Wochen darauf hingewiesen,
dass das biblische Wort für Liebe ein Tätigkeitswort ist.
Yesterday was the last
day of our Bible Dialog for church elders. Our small group had lively
discussion on how far congregations need to adjust to today’s expectations and where
we might risk disappearing altogether in zeitgeist, when we become
unrecognizable. A visit at “Berliner Stadtmission” showed us how works of
charity are a valid and necessary way of living the word of god in today’s society.
Of course our congregations are no big institutions but the examples of social
contributions from volunteer support of charity organisations to church asylum
and helping refugees are no less precious and also living expression of the
Gospel.
A minister in Transylvania told me a few weeks ago that the word Love in the Bible is a verb not a noun. Something to do, not something that just exists.
A minister in Transylvania told me a few weeks ago that the word Love in the Bible is a verb not a noun. Something to do, not something that just exists.
23. September 2015
GEMEINDE LEBEN - LIVING CONGREGATION
Nach einer recht langen Sommerpause geht es heute wieder los mit einem Bibeldialog für Ehrenamtliche in der Gemeindeleitung zum Thema GEMEINDE LEBEN. Es wird eine kleine aber dafür besonders intensive Tagung sein, bei der es darum gehen wird, dass Verkündigung sich nicht nur auf die Predigt im Gottesdienst beziehen kann. Gottes Frohe Botschaft verkündigt eine Gemeinde auch durch ihre Ausstrahlung, durch alles Gemeindeleben und wie sie sich gegenüber Anderen in der Ortschaft verhält. Und vieles mehr. Wir sind ja nicht nur Sonntags Christen sondern jeden Tag. Das heißt auch, dass unsere Anspüche an uns selbst und unsere Gemeinden authentisch und im Alltag lebbar sein müssen. Ich kenne leider einige, die irgendwann die Kirche verlassen haben, weil sie sich in ihrer Gemeinde von Einzelnen missachtet oder enttäuscht gefühlt haben. Man erwartet auch heute noch sehr viel von uns Christen. Zu viel? Oder vielleicht sogar das "Falsche"?
Today we begin a Bible Dialogue for Elders and presbyters in our congregations. We will look at the the question of proclaiming the Gospel and how it can never be only in the Sunday serman, but in every part of parish life, how our congregation shines intot he world and how we interact with others in the community. We are not only on Sundays Christians but every day of the week so our claims have to be livable in daily life if we are to be authentic. I know a numer of people who have turned their backs to their church because some individuals have disappointed them. Expectations are still high, but are they too high or do they go in an altogether "wrong" direction?
Today we begin a Bible Dialogue for Elders and presbyters in our congregations. We will look at the the question of proclaiming the Gospel and how it can never be only in the Sunday serman, but in every part of parish life, how our congregation shines intot he world and how we interact with others in the community. We are not only on Sundays Christians but every day of the week so our claims have to be livable in daily life if we are to be authentic. I know a numer of people who have turned their backs to their church because some individuals have disappointed them. Expectations are still high, but are they too high or do they go in an altogether "wrong" direction?
17. August 2015
Sind wir gastfreundlich?
Noch ein Nachtrag zum Bibeldialog zur Freundschaft:
"Im Abschlussgottesdienst war am Tisch des Wortes ein Stuhl frei. Das hatte seinen guten Grund. Der
war nicht frei im Gedächtnis an die kranke Frau, die kurzfristig ihre
Teilnahme absagen musste; auch nicht an die Holländerin, an die wir eine
Karte geschrieben haben, weil sie gar nicht mehr kommen kann. Zwei
Frauen aus Siebenbürgen mussten vorzeitig abreisen und der Künstler mit
den vielen Instrumenten war auch nicht dabei mehr. Alle haben wir ein
bisschen vermisst und meine Gedanken sind an die Bibelwochen mit
Gottfried und Kurt gegangen, die aus der Zeit genommen wurden und die
Ewigkeit bereichern.
Irgendwie
sind sie mit in meinem Denken und Fühlen und wundersame Dankbarkeit
steigt auf, wenn ich an Bewahrung und Fügung denke.
Aus
den Erzählungen der Altvorderen höre ich die Beschreibung der
Tischsitten, wie ein Gedeck mehr bei den Hauptmahlzeiten an Sonn- und
Feiertagen gebracht wurde und wie die dem Hof zugeteilten
Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter selbstverständlich mit am Tisch saßen.
Da bekommt die die Flucht aus Hinterpommern überstandene Familienbibel
eine Dimension der Beständigkeit, die mir erst jetzt bewusst wird, da
die Erzählungen verstummt sind und auch Vater nichts mehr erzählen kann,
weil sein Erdkreis sich vollendet hat. Wie gut, dass ich das Zuhören
genutzt habe.
Mein
Denken und Fühlen kommen zurück in die Runde der Bibelwoche. Ich höre
das Credo der Gruppe und die Fürbitten, die davon sprechen, die
Notleidenden und die Verfolgten nicht zu vergessen. Ich sehe die Kerzen
leuchten auf den bunten Tüchern und spüre den Duft der Lilien zusätzlich
über die Augen hinaus im sicherer Umhüllung mit den Gewächsen vom
Wegrand.
Das
Kreuz inmitten dieser Blicke weist auf die Verheißung hin „Ihr seid
meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.“ (Joh.15,14)
Da
wird der Tisch des Wortes zum Tisch des Herrn und die einladenden Worte
zu Brot und Wein verwandeln die Aufmerksamkeit nochmal anders. Beim
Weitergeben des Brot des Lebens und des Kelch des Heils nimmt die Musik
mich mit in die Fragen nach meiner, nach unserer Gastfreundlichkeit. Die
vielen Flüchtlinge finden weder Verständnis noch ein Dach. Dennoch bin
ich dankbar, dass es in unserem Land diese Erfahrungen gab und wir jetzt
zusammen rücken müssen in Beantwortung dieser Herausforderung. Wie
gastfreundlich bin ich eigentlich?
Nehme ich diese wertvolle Erfahrung aus der Tradition auf oder sperre ich mich?
Wie lese ich die Legende, die ich bei Elie Wiesel fand.
Die
jüdische Legende behält von Elia gerade die Züge seiner
wiedergewonnenen Menschlichkeit in Erinnerung: Er ist „Freund und
Gefährte(...) aller, die der Freundschaft, des Trostes und der Hoffnung
entbehren. Dem Zyniker bringt er Gewissheit; dem Wanderer einen Schimmer
von Licht und Wärme. Dem Weisen ist er ein Lehrer; dem Träumer ein
Traum: das ist Elias" (Elie Wiesel).Dazu lese ich: Zum Passafest wird Elia an der Festtafel ein Stuhl freigehalten. Auf dem Weg durch die Passionszeit mag uns diese Geschichte bewegen, uns in unserem eigenen Lebenshaus umzuschauen, zu prüfen, wie wir es uns eingerichtet haben. Haben wir dort einen Platz frei für den Boten der Hoffnung, der Sehnsucht und des Trostes? Denn, wenn der Gast kommt, sollten wir bereit sein, ihm einen Stuhl anbieten zu können, um uns von ihm erzählen zu lassen.
Da ist das Bild wieder, was ich gesucht habe. Zum Ende der Tagung bekomme ich ein Bild von dem Freund der Bibelwoche geschenkt, das den Altar der Marienkirche zu Wittenberg von Lucas Cranach d. Ä. schmückt. „Religion ist Gespräch unter Freunden“ titelt der verschenkende Freund das Blatt. Es ist mehr. Es ist die immerwährende Einladung, die Tischgemeinschaft zu pflegen mit dem, der es jetzt und heute braucht. Einer braucht ein Gespräch, eine andere einen Rock und wir alle brauchen das einladende offene Zelt. Dazu fallen mir die Worte eines Seelsorgers und Arztes ein: Komm in unsre laute Stadt, Herr, mit deines Schweigens Mitte, dass, wer keinen Mut mehr hat, sich von dir die Kraft erbitte für den Weg durch Lärm und Streit hin zu deiner Ewigkeit. Komm in unser festes Haus, der du nackt und ungeborgen. Mach ein leichtes Zelt daraus, das uns deckt kaum bis zum Morgen; denn wer sicher wohnt vergisst, dass er auf dem Weg noch ist.
Da sind die Überlegungen auf 2016 hin : „anders denken – anders fühlen - MUT zum Sein“ und andere Themenvorschläge fest im Blick. Dennoch bleibt die Herausforderung der Gegenwart, die Fragen nach Gerechtigkeit und Frieden im Auge zu haben und die Flüchtlingsströme einzuordnen aus diesen Fragestellungen. Wieviel Platz ist an unseren Tischen?
KD L. Ehmke, 16.8.2015
14. August 2015
REDEN WIE MIT EINEM FREUND - Vom Wert der Freundschaft
Statt selbst zu posten lasse ich diesmal Klaus-Dieter vom Leitungsteam sprechen. Wie so oft findet er die Worte, um die ich viele Worte mache. Es war eine gute Zeit, eine freundschaftliche Zeit trotz großer Hitze war auch die menschliche Wärme spürbar und genießbar.
"Ich habe nun viele
Bibelwochen, die jetzt Bibeldialoge heißen, erlebt und weiß in
diesem Jahr gar nicht, was einem noch besser begegnen könnte. Ist
das Hochmut? Ist das mangelnde Kritikfähigkeit? Vielleicht liegt das
aber auch daran, dass dieses Thema so anrührend ist und uns als
Vorbereitungsgruppe mehr noch als zuvor freundschaftlich verbunden
hat.
Über die
Freundschaft
Liebenswürdige
Worte vergrößern den Freundeskreis,
angenehme Rede ist
willkommen.
Die dich grüßen,
seien zahlreich,
dein Vertrauter aber
sei nur einer aus tausend.
Willst du einen
Freund gewinnen,
gewinne ihn durch
Prüfung;
schenke ihm nicht zu
schnell dein Vertrauen.
Mancher ist Freund
je nach der Zeit,
am Tag der Not hält
er nicht stand.
Mancher Freund wird
zum Feind,
unter Schmähungen
deckt er den Streit mit dir auf.
Mancher ist Freund
als Gast am Tisch,
am Tag des Unheils
ist er nicht zu finden.
Trifft dich ein
Unglück, wendet er sich gegen dich
und hält sich vor
dir verborgen.
Von deinen Feinden
halte dich fern,
vor deinen Freunden
sei auf der Hut.
Ein treuer Freund
ist wie ein festes Zelt;
wer einen solchen
findet, hat einen Schatz gefunden.
Ein treuer Freund
ist unbezahlbar,
nichts wiegt seinen
Wert auf.
Alle, die den Ewigen
achten, erhalten ihre Freundschaft aufrecht,
denn wie sie sich
selbst verhalten,
verhalten sich auch
ihre Mitmenschen.
Dieser alte Text aus Jesus Sirach, 180 v. Chr., stand
heute in Teilen im Gottesdienst uns vor Augen.
Es feierten 35 Menschen aus 5 Ländern Europas, die sich
teilweise zuvor noch nie gesehen hatten, Gottesdienst miteinander und
reichten sich Brot und Wein, die auf dem Tisch des Wortes zuvor unter
den alten Worten der Freundschaftszusage Jesu auf die Weitergabe
gewartet hatten. Diese Gottesdienste gestalten sich zu den
Höhepunkten dieser Begegnungstage.
Mit Schwanenwerder haben wir einen luxuriösen
Tagungsort gefunden, den uns das Personal immer so wunderbar
gestaltet. Die Ev. Akademie zu Berlin ist uns im allem sehr
behilflich und Frau Dr. Tamara Hahn organisiert fast alles und
übernimmt regelmäßig die inhaltliche Ausrichtung eines
Spezialthemas und führt so manchen in ungeahnte Fähigkeiten. Das
macht Freude und lässt uns wunderbar zusammen arbeiten. Die
Bibelarbeiten von Heinz Wöltjen waren in diesem Jahr (wieder)
perfekt. Das ausgedruckte Werk in all seiner fleißigen Recherche
misst immerhin 26 Seiten und wird so mancher, so manchem noch als
Vorlage dienen für Gemeindenachmittage und -abende zum Thema „Vom
Wert der Freundschaft“. Der Pfarrer im Ruhestand aus Lemgo hat nach
seinen eigenen Angaben viel Zeit dafür eingesetzt, aber auch, weil
uns zusammen dieses Thema mindestens seit Januar beschäftigt.
Christine und Ekkehard Seeber aus Oldenburg haben in ihrer
Arbeitsgruppe „Freunde haben – Freundschaft leben“ immer mehr
Anwärter als freie Stühle. Das spricht dafür, dass Austausch und
Zuspruch zusammen gehören. In der Gruppe „Ziemlich beste Filme“
hatten wir den Regisseur Dirk Kummer zu Gast und sahen zusammen sein
„Geschlecht weiblich“ von 2003. Überhaupt hat sich die
verschiedene Herangehensweise an die Themen sehr ausgezahlt. Selbst
der literarisch-musikalische Abend wurde in seiner Vielfalt zum Thema
„Freundschaft“ ein wichtiges Mosaiksteinchen der Erkenntnis, dass
jene Freundschaft ein wertvoller Schatz sei, der durch nichts
aufzuwiegen sei. Insgesamt hatten sich 39 Menschen seit Sonntag
aufgemacht, dem Thema nachzugehen; anfangs mit Pfarrerin Kathrin
Hermann als Einstieg, der wunderbar gelang. Mit Karin Elias, der
Märchenerzählerin aus Berlin, und Thomás Najbrt aus Prag trafen
sich zwei, die ohne lange Absprachen einen perfekten Abend
ablieferten.
Der Büchertisch, den Heinz Wöltjen mitbrachte, ist
wieder eingepackt. Die theologischen dicken Elaborate lagen
gleichberechtigt neben den Kinderbüchern. Die Lieder aus Polen,
Tschechien und Siebenbürgen/Rumänien sind verklungen, ebenso wie
die Loblieder für den Musikus und seine Ehefrau, die heute vor 50
Jahren geheiratet haben. Die Noten der Kleinen Wannsee-Serenade sind
verpackt und werden, so Gott will und wir leben, nochmal 2016, vom
7.-11.8. auf den Flügel gelegt. Dann lauschen wir wieder
interessiert dem neuen Thema und der Musik, die uns umgeben.
Dann hören wir wieder auf das Morgenlob mit Carmen
Bianus Gebeten aus Broos/Siebenbürgen.
In diesem Jahr haben wir nochmal mehr gesungen, auch
gern bis Mitternacht auf der Terrasse, bis uns nur noch die
Sternschnuppen am Himmel über dem Wannsee zuhörten.
KD L. Ehmke"
11. August 2015
Ich sehe Dich - Sehe ich Dich ? - als FreundIn
Vorgestern ging schon der letzte Bibeldialog für Haupt- und Ehrenamtlich ein Diakonie und Pflegeberufe zu Ende. Trotz der traurigen Gewissheit, dass es im nächsten Jahr keine Tagung speziell für diese Zielgruppe geben wird, und trotz der Erkrankung und Absage von Rainer und Annemarie, die sonst diese Tagung seit vielen Jahren geleitet haben, gab es viele sehr schöne Momente, die wir dank Gerds achtsamer Anleitung und Grazynas charmanter Begleitung und Betreuung genießen konnten. Es waren viele "Neue" dabei, so dass vielleicht auch deshalb die Aussicht auf ein Wiedersehen in neuer Gesellschaft und einem anderen Bibeldialog nicht ganz undenkbar ist. :-) Ich hoffe jedenfalls, recht viele der Teilnehmenden im nächsten Jahr wiederzusehen.
Wir haben einander wahrgenommen, vielleicht intensiver als sonst bei einer Tagung, viele Informationen und neue Gedanken aufgenommen und uns schließlich auch angenommen wie einen Freund oder eine Freundin.
Für mich ein perfekter Übergang zum Bibeldialog, der gleich anschließend begann: Freundschaft ist nun unser Thema. Pastorin Kathrin Herrmann hat uns in ihrem Einstiegsvortrag am Sonntag ein breite Palette als Impuls mitgegeben, mit der wir das Bibelstudium und die Kleingruppen weitergestalten können. Freundschaft im Alten Testament, wo Gott mit Mose redet "wie mit einem Freund", und zwischen David und Sauls Sohn Jonathan. Freundschaft im Neuen Testament, wo Jesus Freund ist - seinen Jüngern und uns. Aber auch unsere Freundschaften hier und jetzt, kritisch gesehen bei Facebook und lyrisch betrachtet im Poesiealbum. Freundschaften im Film und die Freundschaft mit uns selbst. An vier Tagen lässt sich das Thema nicht umfassend und in der Tiefe behandeln. Aber vielleicht nehmen wir alle Anregungen mit, die uns Freundschaften in einem neuen Licht sehen lässt.
Wir haben einander wahrgenommen, vielleicht intensiver als sonst bei einer Tagung, viele Informationen und neue Gedanken aufgenommen und uns schließlich auch angenommen wie einen Freund oder eine Freundin.
Für mich ein perfekter Übergang zum Bibeldialog, der gleich anschließend begann: Freundschaft ist nun unser Thema. Pastorin Kathrin Herrmann hat uns in ihrem Einstiegsvortrag am Sonntag ein breite Palette als Impuls mitgegeben, mit der wir das Bibelstudium und die Kleingruppen weitergestalten können. Freundschaft im Alten Testament, wo Gott mit Mose redet "wie mit einem Freund", und zwischen David und Sauls Sohn Jonathan. Freundschaft im Neuen Testament, wo Jesus Freund ist - seinen Jüngern und uns. Aber auch unsere Freundschaften hier und jetzt, kritisch gesehen bei Facebook und lyrisch betrachtet im Poesiealbum. Freundschaften im Film und die Freundschaft mit uns selbst. An vier Tagen lässt sich das Thema nicht umfassend und in der Tiefe behandeln. Aber vielleicht nehmen wir alle Anregungen mit, die uns Freundschaften in einem neuen Licht sehen lässt.
7. August 2015
Ich sehe dich - sehe ich dich?
Wahrnehmen oder "für wahrnehmen" liegen oft eng beieinander. Vorgestern begann unser Bibeldialog zum Thema Wahrnehmen, Aufnehmen, Annehmen. Achtsamkeit ist das Thema, das die 25 Teilnehmenden (zwischen 9 und 78 Jahre und aus 5 verschiedenen Ländern) durch die Tage begleiten wird. Ob mit kleinen Schnellportraits, beim Kuchenessen auf dem Dampfer, beim Bibel-Teilen oder auch ganz allein mit dem Text in der wundervollen Natur rund um unser Tagungshaus auf Schwanenwerder: intensive Gespräche wechseln sich ab mit heiteren und entspannten Momenten.
The day before yesterday, we started our Bible Dialogue around the topic of mindfulness. Being mindful with one another and our surroundings can be a quick portrait, eating a piece of cake on a boat, sharing a Bible text or meditating all alone on a text. It can be quite serious and also humorous and relaxing. The beautiful garden around our conference venue Schwanenwerder certainly contributes - especially in the heat of summer.
The day before yesterday, we started our Bible Dialogue around the topic of mindfulness. Being mindful with one another and our surroundings can be a quick portrait, eating a piece of cake on a boat, sharing a Bible text or meditating all alone on a text. It can be quite serious and also humorous and relaxing. The beautiful garden around our conference venue Schwanenwerder certainly contributes - especially in the heat of summer.
27. Juli 2015
Wondrous diversity - wundersame Vielfalt
Yesterday was the last day of our international study conference for (mostly) theology students. 20 Students and a conference team from 11 different countries (European and African) and various denominations worked and lived together for the better part of 5 days on the topic of "Miracles and Laws, the freedom and limits of interpretation". We could experience how the diversity of our Christian faith with all its denominations and cultural differences is a great gift. Every culture, every denomination has something to contribute to our search of the truth. Julian guided us through the Bible following the tracks of the commandment not to commit adultery, showed us how even in the Bible interpretations have always changed. And so interpretations need to live with the times without losing the heart of the message. The people, who heard Moses speak, lived in a world much different from ours. The world
of Lithuania or Switzerland today is not much like the world in Romania or
in Ghana. And yet, the Bible can speak to all of us: the
Israelites in the desert, the crowds who listened to Jesus' Sermon on the Mount - and us today. We read the Bible in different ways, but by discussing the Holy Texts together, we
notice how it is often our personal background that
determines our interpretation and that there is sometimes more than one
way to understand a text. And so the Bible doesn't just grace us with a glimpse of Truth, it allows us the freedom to discover the wealth of diversity.
Gestern war der letzte Tag unsere internationalen Studientagung für (hauptsächlich) Theologiestudierende. Ein ehrenamtliches Leitungsteam und 20 Studierende aus insgesamt 11 Ländern (Europa und Afrika) und etlichen Konfessionen haben fast 5 Tage lang am Thema "Wunder und Gesetz. Freiheit und Grenzen der Interpretation" gearbeitet. Wir konnten die Vielfalt unseres christlichen Glaubens mit allen seinen Variationen und kulturellen Unterschieden als Reichtum erleben. Jede Kultur, jede Konfession hat etwas beizutragen bei der Suche nach Wahrheit. Julian führte uns anhand des Beispiels des Gebots gegen den Ehebruch durch die Bibel und zeigt, wie sich auch schon in den Heiligen Schriften Interpretationen ändern. Ohne solche Veränderungen mit den Zeiten geht das Herz einer Botschaft verloren. Moses' oder Jesu Zeitgenossen lebten in einer anderen Welt als wir heute in Lettland, Deutschland, Tschechien oder der Elfenbeinküste. Die Bibel spricht uns aber alle an: die Menschen zu Jesu Zeiten ebenso wie uns heute. Wir lesen sie unterschiedlich aber wenn wir sie zusammen lesen, merken wir erst, wie oft unser persönliche Híntergrund unsere Interpretation beeinflusst. Manchmal gibt es mehr als eine Art, einen Text zu verstehen. Und so schenkt die Bibel uns nicht nur einen winzigen Blick auf die Wahrheit, sondern auch die Freiheit den Reichtum der Vielfalt zu entdecken.
Gestern war der letzte Tag unsere internationalen Studientagung für (hauptsächlich) Theologiestudierende. Ein ehrenamtliches Leitungsteam und 20 Studierende aus insgesamt 11 Ländern (Europa und Afrika) und etlichen Konfessionen haben fast 5 Tage lang am Thema "Wunder und Gesetz. Freiheit und Grenzen der Interpretation" gearbeitet. Wir konnten die Vielfalt unseres christlichen Glaubens mit allen seinen Variationen und kulturellen Unterschieden als Reichtum erleben. Jede Kultur, jede Konfession hat etwas beizutragen bei der Suche nach Wahrheit. Julian führte uns anhand des Beispiels des Gebots gegen den Ehebruch durch die Bibel und zeigt, wie sich auch schon in den Heiligen Schriften Interpretationen ändern. Ohne solche Veränderungen mit den Zeiten geht das Herz einer Botschaft verloren. Moses' oder Jesu Zeitgenossen lebten in einer anderen Welt als wir heute in Lettland, Deutschland, Tschechien oder der Elfenbeinküste. Die Bibel spricht uns aber alle an: die Menschen zu Jesu Zeiten ebenso wie uns heute. Wir lesen sie unterschiedlich aber wenn wir sie zusammen lesen, merken wir erst, wie oft unser persönliche Híntergrund unsere Interpretation beeinflusst. Manchmal gibt es mehr als eine Art, einen Text zu verstehen. Und so schenkt die Bibel uns nicht nur einen winzigen Blick auf die Wahrheit, sondern auch die Freiheit den Reichtum der Vielfalt zu entdecken.
22. Juli 2015
MIRACLES AND LAWS - WUNDER UND GESETZE
Heute geht die Theologische Studientagung los, in der wir uns mit der Freiheit und den Grenzen der Interpretation biblischer Texte beschäftigen werden. Kann man denn die Wundergeschichten in der Bibel anders als bildlich verstehen? Was aber ist mit den Geboten? Sind die so eindeutig, dass sie keiner Interpretation bedürfen?
Insgesamt sind wir nun doch 28 geworden - mit dem Team und der Referentin. Es wird mit Sicherheit sehr spannend, denn die Unterschiede in den Kirchen, auch wenn sie zur Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa gehören, sind ja durchaus beträchtlich. Aber auch katholische und orthodoxe Studierende werden dabei sein. Vielfalt kann ein großer Schatz sein und uns davon abhalten, uns unsere Bibel in die Tasche zu interpretieren, so wie es uns gerade angenehm ist. Je mehr "Wahrheiten" wir miteinander teilen und annehmen können, je mehr "Wahrheiten" wir auch hinterfragen und kritisch betrachten, um so näher kommen wir vielleicht der Wahrheit.
Today we begin our theological study conference which will deal with the freedom and limits of interpretation of Biblical texts. Can one even take the miracle stories in the Bible literally? But what about the commandments, are they so clear that they require no interpretation?
We are happy that the group now consists of 28 people, including the team and our guest speaker. All in all 10 different countries are represented. Besides those from churches of the Community of Protestant Churches in Europe, there are also Orthodox and Catholic students and twoo studetns from Africa. Can we take the differences in our theological approaches as the wealth of diversity that may prevent us from interpreting the Bible as it seems convenient? Maybe the more "truths" we hear and accept, and the more "truths" we question and scrutinize, the closer we get to the TRUTH?
Insgesamt sind wir nun doch 28 geworden - mit dem Team und der Referentin. Es wird mit Sicherheit sehr spannend, denn die Unterschiede in den Kirchen, auch wenn sie zur Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa gehören, sind ja durchaus beträchtlich. Aber auch katholische und orthodoxe Studierende werden dabei sein. Vielfalt kann ein großer Schatz sein und uns davon abhalten, uns unsere Bibel in die Tasche zu interpretieren, so wie es uns gerade angenehm ist. Je mehr "Wahrheiten" wir miteinander teilen und annehmen können, je mehr "Wahrheiten" wir auch hinterfragen und kritisch betrachten, um so näher kommen wir vielleicht der Wahrheit.
Today we begin our theological study conference which will deal with the freedom and limits of interpretation of Biblical texts. Can one even take the miracle stories in the Bible literally? But what about the commandments, are they so clear that they require no interpretation?
We are happy that the group now consists of 28 people, including the team and our guest speaker. All in all 10 different countries are represented. Besides those from churches of the Community of Protestant Churches in Europe, there are also Orthodox and Catholic students and twoo studetns from Africa. Can we take the differences in our theological approaches as the wealth of diversity that may prevent us from interpreting the Bible as it seems convenient? Maybe the more "truths" we hear and accept, and the more "truths" we question and scrutinize, the closer we get to the TRUTH?
14. Juli 2015
Familien-Bibel-Dialog - Family Bible Dialogue
Am Sonntag schon ging unser Familien-Bibeldialog zum Thema "Geschwister" zu Ende. Zum ersten Mal bei einem Europäischen Bibeldialog waren Kinder nicht nur zufällig dabei sondern als richtige Teilnehmerinnen und Teilnehmer und haben auf ihre Weise an den gleichen Bibeltexten gearbeitet wir die Erwachsenen. Besonders beeindruckt hat die Kinder (zwischen 6 und 8) und die Erwachsenen (ca. 20 bis über 70) der Besuch im Bibelkabinett (von Cansteinsche Bibelanstalt in Berlin e.V.), wo sie die noch viel größere Altersspanne der biblischen Schriften in der Schreibwerkstatt selbst ausprobieren konnten, aber auch viel über die anschaulichen und lehrreichen Konzepte des Bibelkabinetts erfahren konnten. Mareike Witt, die pädagogisch-theologische Mitarbeiterin im Bibelkabinett, hat es geschafft, nicht nur das Interesse unserer Kleinen mit Hilfe von spannenden Dingen und Aktivitäten zu halten, sondern auch uns Erwachsenen viel Neues und Anregendes mitzugeben. Ob eine uralte Familienbibel oder die neueste Erfindung: die wasserdichte Bibel, ob Keilschrift in Speckstein ritzen oder den Druckfehler auf der King-James-Bibel auf einer Seite mit der Lupe aufspüren, die Zeit verging schnell. Ein Höhepunkt war dort natürlich auch das Buch mit der Josephsgeschichte in Legosteinen, das jüngste Projekt des Bibelkabinetts: http://www.bibelkabinett.de/
Sunday we ended our first Bible Dialogue for the whole family on the the topic "Brothers and Sisters". The children were also full participants and worked (and played) withthe same Bible passages as the adults. What was especially impressive: the treasures at the Bible Cabinet. We got to see very old family Bibles as well as the newest invention, the water proof Bible; scratching hieropglyphs into soft stone or checking the "Bible on one page" for errors by magnifying glass. Mareike Witt managed to hold everybody's interest by a diversity of activities and information on the history of the Biblical scriptures, children and adults alike. Time just flew by. One highlight was of course the youngest project of the Bible Cabinet: the story of Joseph and his brothers in Lego-Bricks.
Sunday we ended our first Bible Dialogue for the whole family on the the topic "Brothers and Sisters". The children were also full participants and worked (and played) withthe same Bible passages as the adults. What was especially impressive: the treasures at the Bible Cabinet. We got to see very old family Bibles as well as the newest invention, the water proof Bible; scratching hieropglyphs into soft stone or checking the "Bible on one page" for errors by magnifying glass. Mareike Witt managed to hold everybody's interest by a diversity of activities and information on the history of the Biblical scriptures, children and adults alike. Time just flew by. One highlight was of course the youngest project of the Bible Cabinet: the story of Joseph and his brothers in Lego-Bricks.
Abonnieren
Kommentare (Atom)